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Pressemitteilungen der ASWN...

Syrische Regierung als Drogenkartell

Auf den Ruinen Syriens gedeiht nach dem jahrelangen Bürgerkrieg ein neuer Drogenstaat am Mittelmeer. Auswirkungen auf Europa.

 

In Syrien hat sich eine illegale Drogenindustrie zu einer Multimilliarden-Dollar-Operation entwickelt. Sie wird von mächtigen Mitarbeitern und Verwandten von Präsident Bashar al-Assad betrieben. Sein Hauptprodukt ist Captagon, ein illegales, süchtig machendes Amphetamin, das in arabischen Staaten beliebt ist. Eine Untersuchung der New York Times ergab, dass ein Großteil der Produktion und des Vertriebs von der syrischen Armee überwacht wird, konkret von einer Eliteeinheit unter dem Kommando von Maher al-Assad, dem jüngeren Bruder des Präsidenten. Zu den Hauptakteuren zählen regierungsnahe Geschäftsleute und weitere Mitglieder der Großfamilie des Präsidenten. Dem Bericht zugrunde liegen Informationen von Strafverfolgungsbehörden aus zehn Ländern und Interviews mit Drogenexperten, Syrern sowie US-Beamten. Mehr als 250 Millionen Captagon-Pillen wurden in diesem Jahr weltweit beschlagnahmt, das 18-fache der vor vier Jahren beschlagnahmten Menge. 
Das System ist ausgeklügelt. Die Produktionsstätten sind über das ganze Land verteilt, für den Transport der Pillen werden immer wieder neue Methoden für Verstecke eingesetzt – in hohlen Granatäpfeln, in Kaffeepaketen und eingeschlossen in Bleibarren, diese werden über eigene Schmuggelnetzwerke weitertransportiert. Wie schon bereits der „Economist“ im Sommer berichtete, stehen Produktion und Vertrieb unter Kontrolle der vierten gepanzerten Division der syrischen Armee, die von Assads Bruder, Maher al-Assad, geführt wird. Auch die Hisbollah hat laut „NYT“ ihre Finger im Spiel. Produktionsstätten werden militärisch bewacht bzw. sind in militärischem Sperrgebiet. Die Hauptschmuggelrouten gehen über das EU-Land Italien.

Weitere Informationen: http://www.polizei-newsletter.de/links.php?L_ID=872

 

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