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VdS schafft den Begriff "Widerstandszeitwert" ab

Ein jahrelanger Streit um Worte hat ein Ende: Den "Widerstandszeitwert" gibt es nicht mehr. Er sollte beschreiben, wie gut zum Beispiel ein Fassaden- oder Wandelement einem Angriff widersteht. Aber auch die Begriffe Widerstandswert, Widerstandszeit und Interventionszeit waren in Gebrauch, und es gab viele verschiedene Auffassungen, wie sich alle vier voneinander abgrenzen sollten. Der Widerstandswert ist Bestandteil vieler Verträge bei der Beauftragung von Sicherheitsdienstleistern.

VdS schaftt Begriff Widerstandszeitwert ab, Bild: Pixabay gemeinfrei

Jetzt hat die Schadenverhütung GmbH (VdS) als maßgebliche Richtlinieninstanz in Abstimmung mit Polizei, Sicherheits- und Wirtschaftsverbänden die wesentlichen Begriffe zur mechanischen Sicherheit abschließend festgelegt und definiert:
In den Technischen Kommentaren VdS 3134-4 (Fassaden- und Wandelemente, Erläuterungen und Informationen zu Begriffen der Sicherungstechnik, unter VdS Webshop verfügbar) wird die Bedeutung der Begriffe so formuliert:
 
Widerstandswert: in Widerstandseinheit, Widerstandsklasse oder einer anderen abstrakten Einheit gegebenes Maß für die Widerstandsfähigkeit eines Sicherungsprodukts. Hinweis: Beispiele für Widerstandseinheiten oder –klassen sind die sog. RC-Klassen (RC 1 bis 6, RC = resistance class) bzw. die Klassen N, A, B, C bei VdS-anerkannten Produkten. Im Rahmen von Prüfungen wird die Widerstandsfähigkeit eines Produkts ermittelt und in die passende Klasse eingestuft.

Widerstandszeit: in Zeiteinheiten angegebener Wert, für den ein Sicherungsprodukt in Abhängigkeit des jeweiligen Widerstandswerts einem definierten Angriff widersteht.
Hinweis: Die Widerstandszeit ist i. d. R. in der Praxis deutlich höher (Faktor 5-10), als der in den Normen oder Richtlinien definierte Zeitraum, den ein Produkt in der Laborprüfung standhalten muss (z.B. 3 min. bei RC 2 bzw. VdS-Klasse N). Gründe dafür sind u.a. das Worst-Case-Szenario (dem Prüfer sind die Konstruktion und evtl. Schwachstellen im Vorfeld bekannt), die kontrollierten Bedingungen (ergonomischer Einbau, Pausen, kein Entdeckungsrisiko) und ggfs. die jahrelange Prüferfahrung. Daher kann bei der Konzeption i. d. R. eine deutlich höhere Widerstandszeit angenommen werden.
Interventionszeit: in Zeiteinheiten gemessene Dauer zwischen der (ggf. automatischen) Erkennung eines Angriffs/Schadenereignisses bis zum Wirksamwerden von daraus resultierend eingeleiteten Abwehrmaßnahmen, meistens durch mobile Interventionskräfte oder Aktivierung von Sicherungseinrichtungen wie Videoaufzeichnung, Nebelmaschinen, Ansprache über Lautsprecher oder Zutrittsverriegelung.

 

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