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Probleme mit dem Bewacherregister: keine Freigabe für die meisten Sicherheitsmitarbeiter

Das neue bundesweite Bewacherregister sollte Prozesse vereinfachen, für mehr Transparenz sowie Bürokratieabbau bei der Zuverlässigkeitsüberprüfung der Beschäftigten der privaten Sicherheitsunternehmen sorgen. „Ein Vierteljahr nach dem offiziellen Start des Registers sieht die Realität aber leider völlig anders aus. Das Register ist nicht voll funktionsfähig." sagt der Präsident des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft, Gregor Lehnert. Das Bewacherregister entwickelt sich zu einer Wachstumsbremse für die Sicherheitswirtschaft. Das Bundeswirtschaftsministerium und das zuständige Bundesamt äußern sich nur ausweichend.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr, Bild: BAFA

Lehnert weiter: " Datenerfassung und Befüllung des Registers wurden mit einer viel zu kurzen Frist einfach auf die Sicherheitsunternehmen abgewälzt. Viele Behördenvertreter in den Kommunen sind auf ihre Aufgabe nicht ausreichend vorbereitet. Es ist momentan ein Bürokratiemonster und eine Wachstumsbremse für die Sicherheitswirtschaft geschaffen worden “.
Die Sicherheitsdienstleister haben bis jetzt für etwa 75 % Prozent der fast 270 000 Sicherheitskräfte keine Freigabe erhalten oder die Beschäftigten wurden aus ungeklärten Gründen „zurückgewiesen“. Währenddessen müssen aber alle Sicherheitsunternehmen mit ihren Beschäftigten die Sicherheit für ihre Kunden gewährleisten.

„Von einem wirklich funktionsfähigen Bewacherregister, das seiner angedachten Funktion tatsächlich entspricht, ist man aber leider noch meilenweit entfernt“, so Lehnert.
Grundsätzlich begrüße der Verband auch weiterhin das Register. „Langfristig wird es zu einer Entbürokratisierung und deutlich schnelleren Zuverlässigkeitsprüfung von Gewerbetreibenden und Beschäftigten beitragen“, so Lehnert. Wichtig sei aber nun, dass umgehend durch einen gemeinsamen Kraftakt von Bundeswirtschaftsministerium und Ländern etwas am Ablauf und der momentan völlig unstrukturierten Situation geändert werde. „Zur umfassenden Problemlösung schlagen wir nochmals dem Bundeswirtschaftsministerium einen Runden Tisch vor, an dem wir uns jederzeit beteiligen werden“, so Lehnert.

Die Pressemeldung können Sie nachlesen unter: https://www.bdsw.de/presse/bdsw-pressemitteilungen/probleme-mit-dem-bewacherregister-sicherheitsheitsdienstleistungsgesetz-muss-kommen

 

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