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Pandemie: Erster Schritt zu umfassender Notfallvorsorge

In der Frühphase der Corona-Pandemie wurden Schutzausrüstung, Medizinprodukte und Beatmungsgeräte weltweit binnen kürzester Zeit knapp. Schaden macht klug: Aus dieser Erfahrung heraus wird eine Nationale Reserve Gesundheitsschutz aufgebaut. Ein Überblick zu den weiteren Planungen.

Gesundheitsminister Jens Spahn richtete nationale Reserve Gesundheitsschutz ein. Bild: BMG

Bereits Anfang Juni 2020 beschloss die Bundesregierung, eine Nationale Reserve Gesundheitsschutz aufzubauen. Das Bundeskabinett hat nun einen Zwischenbericht zur Kenntnis genommen. Der Bericht gibt Überblick über die bisherigen Aktivitäten zum Aufbau der Nationalen Reserve Gesundheitsschutz und über die Pläne zur weiteren Entwicklung.
So werden zur Vorsorge für zukünftige Krisen dauerhaft Schutzmasken, Beatmungsgeräte und Medikamente gelagert. Im Notfall können dann Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen schnell und sicher unterstützt werden. „Die Vorbereitung kostet, aber nicht vorbereitet sein, kostet noch viel mehr“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. An 19 Standorten in Deutschland sollen in Zukunft wichtige Materialien wie Schutzausrüstung, Schutzmasken, Beatmungsgeräte und Medikamente gelagert werden.
Vorgesehen ist die Nationale Reserve für drei Szenarien:
* Pandemien,
* im Verteidigungsfall, wenn dabei viele Verletzte zu behandeln sind,
* falls Lieferketten abbrechen.

"Das deutsche Gesundheitswesen soll in einer Krise wie dieser noch widerstandsfähiger werden können", sagt Gesundheitsminister Jens Spahn weiter. „Die Reserve wird bis Ende 2021 mit schon beschafften Materialien befüllt werden. Danach soll vorwiegend auf Ausrüstung aus inländischer Produktion umgestellt werden. Geplant ist, an den Lager-Standorten ständig den Bedarf für einen Monat vorzuhalten. Der Bund unterstützt den Aufbau von Produktionskapazitäten unter anderem für Schutzausrüstung in Deutschland und der EU.“

Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird dazu ein gemeinsames nationales Kompetenzzentrum von Bund und Ländern errichtet. Somit werden alle wichtigen Akteure im Bevölkerungsschutz in einer Schnittstelle verbunden. Das THW soll den Logistikbereich übernehmen.

 

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