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Neues Kriminalitätsbarometer der IHK veröffentlicht

Ein Blick über den norddeutschen Zaun lohnt sich. Das Kriminalitätsbarometer (KB) 2019 Berlin-Brandenburg von der IHK Berlin zeigt interessante Tendenzen, wie z.B. ein geringes Anzeigeverhalten bei Unternehmen, die Opfer von Straftaten wurden. Die ASW Norddeutschland wurde von der Friedrich-Naumann-Stiftung eingeladen.

In Zeiten von Lockdown und Homeoffice rücken Delikte wie Telefon- und SMS-Betrug Fake-Shops auf gehackten Webseiten und Cyberkriminalität verstärkt in den Fokus. So geht aus dem aktuellen Kriminalitätsbarometer der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) hervor, das Eigentumsdelikte gesunken, Hackerangriffe gestiegen sowie Wirtschaftsdelikte auf gleichem Niveau sind. Erstaunlich ist jedoch, dass die Anzeigebereitschaft bei Wirtschaftsdelikten erstaunlich niedrig im einstelligen Bereich verharrt.
Über das Thema „Cyberkriminalität – Gefahren und Gegenstrategien“ sprachen in einer Podiumsdiskussion vier Sicherheitsexperten der Berliner Landespolitik, wie Burkhard Dregger und Sven Kohlmeier, am letzten Dienstag auf einer Webinar der Friedrich-Naumann-Stiftung.  Dort stellte Vanessa Grühser, Teamleiterin Digitalpolitik bei der IHK, das Kriminalitätsbarometer und die Risiken für die Berliner und Brandenburger Wirtschaft vor. Allerdings spiegelt das KB den aktuellen Stand in der Corona-Pandemie nicht dar. Die Moderation des Meeting hatte die Chefredakteurin der Berliner Morgenpost, Christine Richter.
Das Barometer erscheint alle zwei Jahre in einer aktualisierten Ausgabe. Für Unternehmen ist Kriminalität demnach ein ständiges Problem im Alltag, für die Folgen und die Schadensbeseitigung müssen sie oft hohe Summen aufwenden. Die Palette der kriminellen Handlungen ist groß: Diebstahl, Vandalismus, Sachbeschädigung, Einbruch und immer häufiger Hackerangriffe und Betrug.
Einige Schlagworte der teilnehmenden IT-Sicherheitspolitiker:
* In den Länderregierungen, so auch in der Bundesregierung, müsste eine Entscheiderstelle in Form eines CISO in den Staatskanzleien  geschaffen werden.
* Digitalisierung ohne Sicherheit macht keinen Sinn. Cybersicherheit sollte in der Politik zur „Chefsache“ werden.
* Das Bewusstsein für Cybersicherheit in der Politik und Wirtschaft muss priorisierte Förderung erhalten.
* Auf Bundes- und Länderebene sollte im öffentlichen Dienst für IT-Fachleute eine eigene Besoldungsordnung geschaffen werden. Nur so kann für Spitzenexperten der Zugang in den öffentlichen Dienst lukrativ werden.
* Cyberversicherungen für Wirtschaftsunternehmen sollte in den Fokus der Cyberabwehrstrategien gelangen. Sie sind auch ein Teil des Wirtschaftsschutzes.
Das KB der IHK Berlin hat in Deutschland einen Alleinstellungsmerkmal und kann mit seinen Aussagen durchaus auf das ganze Land übertragen werden.
Die Kurzform des KB finden Sie hier. Die ausführliche Langversion finden Sie hier.

 

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