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Grenzüberschreitende Jubiläumskonferenz »Danziger Gespräche«

Seit nunmehr 20 Jahren veranstalten das Pommersche Wojewodschaftsamt und das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern (LKA MV) gemeinsam die Sicherheitskonferenz »Danziger Gespräche«. Dieses Jahr trafen sich vom 15. – 16. Mai ungefähr 130 Fachleute in Danzig. Bis heute sind die »Danziger Gespräche« die einzige regelmäßig stattfindende Konferenz, in der sich zwischen polnischer und deutscher Seite zu Themen der Inneren Sicherheit ausgetauscht wird. Der Geschäftsführer der ASW Norddeutschland, Alexander Brückmann, war Gast auf dieser Tagung. Seine Großmutter stammt aus Danzig.

 

Die Schirmherren und Gastgeber der Danziger Gespräche 2019, LKA MV-Chef Ingolf Mager (2.v.l.), MInister Caffier (5.v.l.), Bild: LKA MV Anna Lewerenz

Die Teilnehmer der Danziger Gespräche vor historischer Kulisse, Bild: Marcin Golkowski

Brückmann sagt zu seinem Eindruck: »Der informelle Teil der Tagung war super geeignet für den fachlichen Austausch mit den ausländischen Kollegen. Der Fachvortrag des FBI-Agenten Michael Cahoon aus Sacramento/Cal.  zum Thema Cyberkriminalität war hoch interessant und sehr nachhaltig. Besonders der Referent aus Israel, Lt.Col. Moshe Farchi vom Tel.-Hai College, hat zum Thema »Psychological First Aid Guidelines« über Menschen in Paniksituationen neuartige Schulungsprogramme vorgestellt. Diese Tagung hat mir sehr gefallen. «

Übergreifendes Ziel der Konferenz ist es, Europa  als einen einheitlichen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu wahren. Dafür arbeiten die Staaten und ihre Sicherheitsbehörden, insbesondere die Ostseeanrainerstaaten eng zusammen. Sie stimmen ihr Handeln in Sicherheitsfragen miteinander ab und entwickeln gemeinsam zukünftig Sicherheitsstrategien, sowohl regional als auch europaweit. Anhand dessen wird die Zusammenarbeit der Staaten und ihrer Sicherheitsbehörden, die durch dynamische und bereits bewährte Kooperationsformen miteinander verbunden sind, gefördert.
Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern behandelt die Themen dabei in erster Linie nach polizeilichen Gesichtspunkten. Das Pommersche Wojewodschaftsamt setzt sich vorrangig mit dem Aspekt der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes auseinander.

Das Konferenzthema lautete dieses Jahr: » Aktuelle Herausforderungen – das Krisenmanagement«. Die Konferenz begann mit Grußworten der Schirmherren:  Dariusz Drelich, (Wojewode –Ministerpräsident- von Pommern) , Lorenz Caffier, (Minister für Inneres und Europa des Landes Mecklenburg-Vorpommern) und Jan Kleinschmidt, (Vorsitzender des Wojewodschaftstages, Wojewodschaft Pommern).
Weitere hochrangige Teilnehmer kamen von Interpol, EUROPOL, dem polnischen Digitalministerium, FBI, dem niederländischen National Crisis Center und der University of Essex, dem Bundesamt für Verfassungsschutz, dem Bundeskriminalamt sowie dem LKA-Chef von Hamburg.
In vier Foren wurde die Bandbreite der Konferenzthemen sichtbar:
* Aktive Bevölkerung im Krisenmanagement
* Sicherheitsbehörden und »Internet der Dinge«
* Kriminalität im Internet - Risiken und IT-Strategien
* Verschiedene Ausgangspunkte für die Bekämpfung von Radikalisierung und Terrorismus
Die Konferenz brachte dieses Jahr wieder verschiedenste Vertreter aus Polizei, Verwaltung, Justiz, Politik, Nichtregierungsorganisationen, aber auch aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien zusammen. Gemeinsam wurde anhand von Fachvorträgen und Diskussionsrunden die themenspezifische Lage im europäischen Raum erörtert. Empfehlungen für die zukünftige Zusammenarbeit wurden ausgesprochen.
Besonderes Interesse fand der Vortrag »100 Jahre Polnische Polizei«  von Jaroslaw Rzymkowski (Wojewodschaftskommandant der KWP Danzig), in dem er die Entwicklung nach dem ersten Weltkrieg sowie unter der deutschen und kommunistischen Herrschaft erklärte.
Mit einem gemeinsamen Besuch des polnischen Militärmuseums des 2. Weltkriegs endete die Konferenz. Das große Interesse der polnischen Gastgeber an einer erfolgreichen Zusammenarbeit wurde den Konferenzteilnehmern deutlich. Eine Teilnahme an der Konferenz im nächsten Jahr ist empfehlenswert.
Die Agenda der Tagung können Sie hier nachlesen.

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