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Gewalt gegen private Sicherheitskräfte nimmt immer mehr zu

Immer häufiger berichten die Medien über Übergriffe auf Sicherheitskräfte – auch auf private Sicherheitsdienste, wie aktuelle Beispiele aus Hamburg und München zeigen.

Bild: Bundespolizei Kassel

„Brüche und Schnittwunden: Attacken auf Hamburgs Bahn-Sicherheitsdienst immer brutaler“ – so der bezeichnende Titel im Focus. „Solche Übergriffe auf unsere Beschäftigten finden leider immer häufige statt. In den letzten 30 Jahren hat sich der Anteil der Konfrontationsunfälle in unserer Branche verfünffacht“, so BDSW Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied Dr. Harald Olschok.
Die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft macht auch vor den Beschäftigten in den genannten Einsatzbereichen nicht halt. Während diese bei staatlichen Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr schon seit langem öffentlich diskutiert werde, sei die private Sicherheitsbranche meistens außen vor. Eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation sei nur durch ein Bündel von Maßnahmen, wie ein unter Strafe stellen, möglich. Die Arbeitgeber müssen ihrer, sich aus den Unfallverhütungsvorschriften ergebenden, Verpflichtung gerecht werden und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquat qualifizieren und mit notwendiger Schutzausrüstung ausstatten.

Im Jahr 2018 zählte die Hamburger Hochbahn 86 Zwischenfälle, im ersten Halbjahr 2019 schon 59, wie aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Karl-Heinz Warnholz hervorgeht. In den beiden Vorjahren wurden deutlich weniger Angriffe registriert, und zwar 51 in 2017 und 56 in 2016.

2018 gab die, für die Branche zuständige, gesetzliche Unfallversicherung VBG den Securityreport zur Analyse des Unfallgeschehens in der Sicherheitswirtschaft heraus. Dieser zeigt eine dramatische Zunahme von Arbeitsunfällen durch Konfrontationen. „Von den registrierten 4.000 Konfrontationsunfällen in 2017 entfielen über 95 Prozent auf nur sechs Einsatzgebiete: Warenhausdetektive, Sicherheitsbeschäftigte im ÖPNV, in Erstaufnahme- und Flüchtlingsunterkünften, im Veranstaltungsdienst, in Diskotheken sowie den Sicherheitsdienst in Jobcentern und zunehmend auch Kliniken“ so Olschok.
Ein bundesweites Phänomen-Angriffe gegen Sicherheitsleute: In Haar bei München wurde vor wenigen Tagen ein 39-jähriger Sicherheitsdienst-Mitarbeiter kurz nach Mitternacht auf einem Rundgang über das Gelände des Krankenhauses Haar von Personen mit einem Messer schwer verletzt.

Wie der ASW Bundesverband auf einer kürzlichen Tagung feststellte, nimmt die Radikalisierung in der Gesellschaft deutlich zu. Opfer dieser Entwicklung sind leider auch Mitarbeiter in der Sicherheitsdienstleistung. Die ASW Norddeutschland wird diese Entwicklung in der Politik zur Sprache bringen.

Die Pressemeldung finden Sie unter dem Link: https://www.cop2cop.de/2019/08/08/gewalt-gegen-private-sicherheitskraefte-nimmt-immer-mehr-zu/

 

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