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Forschung: WLAN-Router „Wachmann“ sollen Einbrecher-Handys erfassen

Heutzutage hat jeder Einbrecher ein Handy dabei. In einem zweijährigen Projekt untersucht die Universität Bonn gemeinsam mit der Polizeidirektion Osnabrück und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), inwieweit sich herkömmliche Internet-WLAN-Router gegen Einbruchskriminalität nutzen lassen.

Forschungsprojekt Wachmann will mittels WLAN-Router Handys von Einbrechern erfassen. Bild: Symbolbild Polizei Krefeld

Im Kern geht es darum, Handy- oder Smartphonesignale der Täter über einen weiterentwickelten Router zu erfassen und eine Warnnachricht an Hauseigentümer oder Polizei zu schicken. "Damit sollen unbefugte Eindringlinge erkannt und Alarmierungen automatisch ausgelöst werden", sagte Michael Meier, Inhaber des Informatik-Lehrstuhls für IT-Sicherheit an der Universität Bonn laut Mitteilung vom Montag.
Wie lässt sich mit einem gängigen drahtlosen Computernetzwerk (WLAN) Einbruchskriminalität besser verfolgen und bekämpfen? Forschende der Universität Bonn starteten hierzu mit der Polizeidirektion Osnabrück und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein zweijähriges Projekt. Ausgangsfrage: Wie können Router dazu dienen, unbefugte Eindringlinge zu erkennen und eine Alarmierung auszulösen und wie können Staatsanwaltschaft und Polizei die digitalen Spuren bei ihrer Ermittlungsarbeit nutzen? Für das "WACHMANN" genannte Vorhaben fließen binnen zwei Jahren rund 1,1 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) an die drei beteiligten Projektpartner. Echtdaten werden im Projekt selbst nicht genutzt - Bürger sind nicht betroffen, sondern lediglich Szenarien gebildet.
Die Polizeidirektion ist die einzige Polizeibehörde in Deutschland, die an dem bundesweit einzigartigen Projekt teilnimmt. "Einbruchdiebstähle in Wohnungen und andere Gebäude sind ein Sicherheitsproblem", sagt Klaus Albers, Projektkoordinator der Polizeidirektion Osnabrück. "Sie führen zu einem abnehmenden Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung." Im Bereich der Präventions- und Ermittlungsarbeit sei bereits sehr viel getan worden und die Einbruchszahlen entwickeln sich auch rückläufig. Allerdings fehle es an ausreichenden technischen Ansätzen zur Unterstützung der Polizei bei ihren Ermittlungen. Das Forschungsvorhaben WACHMANN (WLAN-basierte Aufzeichnung von Charakteristiken tatortnaher Mobiler Endgeräte zur Alarmierung und Nachverfolgung von Eigentumskriminalität) soll die technischen Handlungsmöglichkeiten für Bürger und Polizei verbessern - und nicht zuletzt auch das Sicherheitsgefühl der Menschen steigern.

Die vollständige Pressemeldung unter: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/104232/4850573

 

 

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