Security Infothek

Publikationen rund ums Thema Sicherheit in der Wirtschaft

Die ASWN bietet eine Vielzahl an Publikationen an. Schauen Sie selbst und informieren Sie sich in unserer Security Infothek.

Unsere Fachmagazine für Ihre Sicherheit...

Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität 2017

Das Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität enthält in gestraffter Form die aktuellen polizeilichen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung der Rauschgiftkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland. Das Lagebild basiert auf Auswertungen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), der Falldatei Rauschgift (FDR), des Informationssystems der Polizei (INPOL-Personendatei) und des polizeilichen Informationsaustauschs. Die Entwicklung einschlägiger Zahlen zur Rauschgiftkriminalität ist in einem gesonderten Tabellenanhang zusammengefasst.
Das komplette Lagebild der Rauschgiftkriminalität finden Sie in der beigefügten PDF.

Hier knallt es in Ihrem Arbeits- oder Wohnort am häufigsten

Bild: Wiskos

Wo gibt es in Ihrer Stadt die meisten Unfälle? Wo enden sie am schlimmsten? Und wo ist das Radfahren am gefährlichsten?

Diese und viele weitere Infos bietet ein digitaler Atlas mit Millionen von Daten. Daraus können Sie wertvolle Informationen für Ihren Alltag ableiten. Hintergrund ist, das die Polizei in den meisten Bundesländern bei Verkehrsunfällen auch die Geodaten des Unfallorts festhält. In drei Bundesländern erfolgt dies noch nicht.

Im Norden sind die Metropolen Hamburg und Hannover sowie die Stadt Lübeck häufig betroffen. Unfallarm ist die Region nördlich von Hannover (Lüneburger Heide).

Ein neuer Unfallatlas des Statistikamtes der Bundesländer zeigt deutschlandweit, wo es am häufigsten kracht – vom kleinsten Dorf bis zur großen Hauptstadt. Hier finden Sie den Unfallatlas unter:
https://unfallatlas.statistikportal.de/

 

Tschetschenische Mafia in Deutschland

Gut organisiert, rigoros und äußerst gewaltbereit. Die kriminelle Szene breitet sich vor allem im Nord-Osten aus.

Bild: Fotolia

Ein Fall, der durch die Medien ging: Im Mai 2017 drangen mehrere Männer mit Maschinenpistolen in ein Café im Berliner Ortsteil Wedding ein und schossen wild um sich. Wie sich später herausstellte, waren die Täter vorwiegend in Deutschland lebende Tschetschenen, die der rockerähnlichen Gruppierung „Guerilla Nation Vaynakh“ angehörten. Ihr vermeintliches Ziel: den Betreiber des Cafés zu töten. Die Tat soll im Zusammenhang mit Drogenhandel gestanden haben. Das Opfer hatte Glück und blieb unverletzt. Dieser Vorfall ist ein Beispiel dafür, dass sich seit einigen Jahren gewaltbereite, organisierte Tätergruppen aus dem Nordkaukasus in Deutschland ausbreiten und schwere Straftaten begehen.

Wer das Wort „Mafia“ hört, der denkt wahrscheinlich zuerst an kriminelle italienische Großfamilien, an arabische Clans oder an türkisch- und russischstämmige Tätergruppen. In den letzten Jahren wurden jedoch immer mehr Fälle bekannt, in denen hierzulande Straftaten von Personen tschetschenischer Herkunft verübt wurden. Die ebenfalls in mafiösen Strukturen organisierten Gruppen stehen seither unter Beobachtung des Bundeskriminalamts (BKA). „In der Vergangenheit kam es verstärkt zu Straftaten durch Tschetschenen, die zum Teil in den Bereich der Organisierten Kriminalität fallen – wie auch das Attentat auf das Berliner Café. Der Vorfall war letztendlich der Anlass, uns die Strukturen gemeinsam mit den Landeskriminalämtern und weiteren Behörden näher anzuschauen und Tätergruppen zu beobachten“, erklärt Kriminaldirektor Michael Nagel, Leiter des Referats „SO52“, das im BKA für die operative Auswertung im Bereich der Schweren und Organisierten Kriminalität zuständig ist.

Die Behörde konnte feststellen, dass sich die Szene durch einen großen Zusammenhalt und hohe Gewaltbereitschaft auszeichnet. „Das rigorose Durchsetzen eigener Interessen unter Gewaltanwendung ist ein typisches Merkmal von tschetschenischer Organisierter Kriminalität“, ergänzt Nagel. Was zudem bekannt ist: Neben dem Drogenhandel haben die Beteiligten noch andere lukrative Einnahmequellen gefunden, beispielsweise Schutzgelderpressungen oder die Durchführung von Inkasso-Aufträgen.
Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: https://www.polizei-dein-partner.de/themen/gewalt/gesellschaft/detailansicht-gesellschaft/artikel/tschetschenische-mafia-in-deutschland.html

 

Anonyme Bewerbungen – Eine Patentlösung gegen Diskriminierung?

Herkunft, Alter, Geschlecht – um Bewerber nicht nach Vorurteilen zu bewerten, setzen Unternehmen und Landesregierungen auf eine Anonymisierung.

Herkunft, Alter, Geschlecht –um Bewerber nicht nach Vorurteilen zu bewerten, setzen Unternehmen und Landesregierungen auf eine Anonymisierung. Doch wie sinnvoll ist das Mittel in der Praxis?
Unternehmen wollen sehen, ob Bewerber auch kulturell zu ihnen passen.
* Recruiter durchsuchen soziale Netzwerke – das ist das Gegenteil von anonym
* Diskriminierung kann sich der Mittelstand in keiner Weise leisten.


Unter dem Titel "Anonyme Bewerbungen? Nicht für den Mittelstand!" veröffentlich Diana Scholl (Leiterin politische Netzwerke und Strategien im BVMW) auf XING einen Aufsatz.

Es ist keineswegs verwunderlich, dass die anonymisierte Bewerbung im Mittelstand nahezu keine Anwendung findet. Denn ein solches anonymes Verfahren legt den Fokus vornehmlich auf die fachlichen Skills und Schlagwörter, die in den Bewerbungsunterlagen zu erkennen sind. Das passt jedoch nicht in das Bild des modernen Mittelstands.
Der mittelständische Unternehmer oder die mittelständische Unternehmerin stehen sinnbildlich für ihr Unternehmen. Was die Person, was der Mensch verkörpert, wofür er oder sie steht, ist zentraler Bestandteil des Unternehmens und dessen Kultur. Daher ist die Beschäftigung neuer Mitarbeiter gerade in kleineren Teams wesentlich von den sozialen Kompetenzen und Eigenschaften abhängig, insbesondere dem sogenannten Cultural Fit. Die fachlichen Kompetenzen rücken teilweise in den Hintergrund, ganz nach dem Motto: Hire for attitude, train for skills. Zuvorderst müssen die Chemie und die Einstellung zur Arbeit stimmen.

Den vollständigen Aufsatz können Sie hier nachlesen.

Die gefährlichen Methoden moderner Bankräuber

Nie wurden mehr Geldautomaten gesprengt als 2018. Dabei verursachen die Täter hohe Schäden – und bringen sich und Unbeteiligte in Lebensgefahr. Der Blick ins Ausland zeigt: Es gibt wirksamen Schutz.

Zielobjekt Geldautomat: 369 mal schlugen Täter im vergangenen Jahr in Deutschland zu.
Es war einmal: Maskierte Täter mit Waffe im Anschlag stürmen am helllichten Tage in eine Bank. Lautes Geschrei, Kunden und Mitarbeiter werden bedroht.
Wie der Gesamtverband der Deutschen Sicherheitswirtschaft in seinem Newsletter berichtet, haben die verbesserten Sicherheitsvorkehrungen der Banken den Tätern das Leben schwerer gemacht.

Ein Ziel sind Banken jedoch nach wie vor. Massiv zugenommen hat die Sprengung von Geldautomaten. Meist bei Nacht betreten Tätergruppen Bankfilialen und leiten ein explosives Gasgemisch in den Automaten ein, das diesen per Fernzündung knackt.

Allein im Vorjahr stieg die Zahl derartiger Angriffe um 38 Prozent auf 369 und erreicht damit einen neuen Rekordwert. Das geht aus dem „Bundeslagebild Angriffe auf Geldautomaten 2018“ hervor, welches das Bundeskriminalamt kürzlich veröffentlicht hat.
Dabei hinterlassen die Täter ein Bild der Verwüstung. Zerstörte Geldautomaten, sowie teils hohe Schäden am Gebäude. Ein weiterer Leidtragender: Kunden, denen wegen Renovierungsarbeiten wochenlang der Zugang zu ihrer Bankfiliale versperrt bleibt. Und ein Fall für die Versicherung, weshalb die Branche das Phänomen intensiv beobachtet.

Mit 108 Angriffen ist Nordrhein Westfalen das am stärksten betroffene Bundesland. Im vergangenen Jahr erweiterten die Täter ihren Aktionsradius allerdings spürbar: In Niedersachsen hat sich die Zahl der Fälle von 24 in 2017 auf 54 im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. In Berlin fand im gleichen Zeitraum gar eine Verdreifachung, von 7 auf 23 Fälle statt. Bei den bisher gefassten Tätern handelt es sich laut Bundeskriminalamt meist um aus den Niederlanden kommende, marokkanisch-stämmige Banden.
Dass gerade Geldautomaten in Deutschland zum Ziel werden, ist kein Zufall: Im europäischen Ausland sind Bankautomaten mitunter deutlich besser geschützt. Zum Beispiel mittels Farbpatronen, die Geldscheine bei einem Angriff einfärben und unbrauchbar machen. In Frankreich und Belgien sind solche Patronen schon Pflicht.
Den Tätern ihr Vorgehen zu erschweren, dient dabei nicht allein dem Schutz der Banken. Immer wieder betonen Ermittler der Polizei, die Risiken für Dritte bei der Sprengung von Geldautomaten. Durch die Wucht der Explosion werden häufig sogar umliegende Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. In der Vergangenheit wurden gar schon Bankfilialen angegriffen, die im Erdgeschoss von Wohnhäusern liegen. Das rücksichtslose Vorgehen der Täter wird so zur Gefahr für Leib und Leben Unbeteiligter.

Die Studie können Sie nachlesen unter:
https://www.gdv.de/de/themen/news/die-gefaehrlichen-methoden-moderner-bankraeuber-49292

 

Dunkelfeldstudie Geldwäsche und Geldwäscherisiken

Die Fraktion Die Linke hatte am 1. Juli 2019 einen Antrag zur Bekämpfung der Finanzkriminalität in den Bundestag ein (BT Drs. 19/11098)

Auch das ist Geldwäsche. Bild: BdK

Deutschland sei ein Paradies für Geldwäsche und gehöre zu den Top 10 der „weltweiten Schattenfinanzplätze“.
Nach einer Schätzung der „Dunkelfeldstudie für den Umfang der Geldwäsche in Deutschland und über die Geldwäscherisiken in einzelnen Wirtschaftssektoren“, beträgt das Geldwäsche-Volumen in Deutschland jährlich 100 Mrd. Euro. Darüber hinaus habe Deutschland bis zum Jahr 2020 die Fünfte Anti-Geldwäsche-Richtlinie (AMLD5) der EU in nationales Recht umzusetzen.

Darum fordert die Fraktion, nun mit einem Masterplan gegen Geldwäsche vorzugehen. Sie fordert die Bundesregierung auf, im Rahmen der Umsetzung der Fünften Anti-Geldwäsche-Richtlinie in Zusammenarbeit mit den Bundesländern einen Gesetzentwurf vorzulegen. Dieser soll sicherstellen, dass
* die Geldwäsche hinreichend erfasst wird,
* Eigentumsstrukturen aufgedeckt werden (z.B. durch öffentliche Register der wirtschaftlich Berechtigten von Immobilien),
* die Geldwäsche-Aufsicht gestärkt wird,
* die FIU funktionsfähiger wird und
* eine Waffengleichheit der Strafverfolgung bei Geldwäsche und Steuerhinterziehung hergestellt wird.

Die Studie können Sie hier nachlesen.  


Dashcam-Video als Beweismittel zugelassen: Autofahrer wegen Nötigung verurteilt

Eine Dashcam zeichnet ein gefährliches Überholmanöver auf einer Bundesautobahn auf. Wie Heise-Online meldet, reichte diese Beweislage einem Gericht in Niedersachsen aus, um den Fahrer zu verurteilen.

Bild: Polizei NRW

Ein 39 Jahre alter Autofahrer ist wegen Nötigung verurteilt worden, weil er auf einer Autobahn ein Wohnmobil überholt und anschließend stark ausgebremst hatte. Der Fahrer des Wohnmobils hatte das Geschehen mit einer Dashcam aufgezeichnet und Anzeige erstattet. Das Amtsgericht Burgwedel ließ die Aufnahme als Beweismittel zu. Der 39jährige legte zunächst gegen den Strafbefehl Einspruch ein, zog diesen jedoch vor Gericht zurück. Darüber berichten die in Hannover erscheinenden Zeitungen HAZ und NP.

Die Dashcam-Aufnahme wurde bei der Beweisaufnahme vor Gericht gezeigt. Der Richter bestätigte die Aussage des Wohnmobilfahrers, der die Situation als gefährlich einschätzte. Der Angeklagte habe das Bremsmanöver dazu benutzt, um "bewusst zu disziplinieren". Der Verteidiger des Angeklagten wandte ein, Dashcam-Aufnahmen seien als Beweis vor Gericht nicht zulässig, was der Richter jedoch zurückwies; er bezeichnete das Thema als "ausgelutscht", heißt es in dem HAZ-Bericht. Der 39jährige erhielt ein dreimonatiges Fahrverbot und wurde wegen Nötigung zu 30 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt.

Neues Forschungsprojekt: "emergenCITY" – Die Resiliente Digitale Stadt

Die TU Darmstadt kann im Rahmen des hessischen Forschungsförderungsprogramms LOEWE ein neues Zentrum etablieren – es trägt den Titel „Die Resiliente Digitale Stadt” und wird bis Ende 2023 mit insgesamt 17,4 Millionen Euro gefördert.

Bild: Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz

Das LOEWE-Zentrum „emergenCITY“ („Resiliente Digitale Stadt“) wird Lösungen erarbeiten, „die in Krisenfällen einen Notbetrieb für und mit Informations- und Kommunikationstechnologien sicherstellen, schnelle Hilfe ermöglichen und eine effiziente Rückkehr zur Normalität unterstützen“, erläutert der wissenschaftliche Koordinator des Zentrums, der Informatik-Professor Matthias Hollick. Dazu müsse sich die Technologie bereits im Normalbetrieb kontinuierlich „selbst-vorbereitend“ auf Krisensituationen einstellen und diese autonom detektieren, so Hollick. In Notlagen sollen überlebenswichtige Dienste beschleunigt bereitgestellt werden. Das gewonnene Erfahrungswissen soll helfen, bei künftigen kritischen Situationen besser vorbereitet zu sein.

Und das ist auch notwendig - Digitale Städte müssen signifikante Störungen ihrer Funktionsfähigkeit zukünftig besser kompensieren. Sie müssen in Krisensituationen autonom einen IKT-Notbetrieb aufnehmen, um die gemeinschaftliche Bewältigung der Krise und die Rückkehr der Stadt zur Normalität effizient durch IKT-Unterstützung zu gewährleisten. Im Jahr 2050 werden etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben – nach 30 Prozent in 1950 und 50 Prozent in 2010. Dieser Urbanisierungstrend wird durch anpassungsfähige und effiziente (kritische) Infrastrukturen in den Sektoren Energie, Verkehr und Logistik, Gesundheit, Ernährung, Wasser, Finanz- und Versicherungswesen sowie Staat und Verwaltung ermöglicht.

Maßgeblich für die Anpassungsfähigkeit und Effizienz ist der ubiquitäre Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Gleichzeitig werden die nichtöffentlichen Bereiche wie Privathaushalte, der Individualverkehr und die Wirtschaft verstärkt von IKT durchdrungen. Es ergeben sich erhebliche Abhängigkeiten von IKT-Systemen, die mit steigender Vernetzung zunehmen. In solchen digitalen Städten ist die Funktionsfähigkeit der IKT-gestützten Infrastrukturen durch Naturereignisse, menschliches und technisches Versagen sowie Gewalt und Terror gefährdet. Ein systematisches Verständnis der Verwundbarkeit digitaler Städte und wirksame Maßnahmen zur Erhöhung ihrer Resilienz sind dringend erforderlich, fehlen aber bisher.

Die Pressemeldung können Sie hier nachlesen.

Wirtschaftsspionage durch Hackergruppe „Winnti“

Die Hackergruppe Winnti operiert vermutlich seit mindestens zehn Jahren aus China heraus und späht Unternehmen weltweit aus.

Binärcode, hier im linken Fenster sichtbar, ist für Menschen nicht direkt lesbar. Teil der Arbeit der Bochumer Forscher ist es, den Code in verständliche Sprache zu übersetzen (rechts). (Quelle: RUB, Kramer)

In Deutschland wurden unter anderem Angriffe auf die Firmen Thyssen-Krupp und Bayer bekannt. Nach Analysen des Teams um Prof. Dr. Thorsten Holz vom Bochumer Horst-Görtz-Institut für IT- Sicherheit sind mindestens ein Dutzend Firmen von der Winnti-Software betroffen, darunter sechs Dax-Konzerne. Besonders im Fokus stehen Unternehmen der chemischen Industrie, darüber hinaus aber auch Hersteller von Computerspielen, Telekommunikationskonzerne, Pharmaindustrie und die Halbleiterbranche.
Schadsoftware aus dem Baukasten
Der Medienverbund von BR und NDR zog Thorsten Holz und seinen Doktoranden Moritz Contag zu der Recherche hinzu, weil sie Experten für die Analyse von Software, speziell Binärcode sind. Sie wollten genauer wissen, wie die Winnti-Spionage funktioniert. „Es gibt mittlerweile drei Generationen der Winnti-Software“, erklärt Thorsten Holz, einer der Sprecher des Exzellenzclusters Casa (Cyber-Security in the Age of Large-Scale Adversaries). „Die Software ist modular wie ein Baukasten aufgebaut. Daraus kann die Gruppe dann für den jeweiligen Zweck und die Opferfirma die passende Schadsoftware zusammensetzen.“

Die vollständige Nachricht können Sie nachlesen unter dem Link: http://www.heinz-schmitz.org/index.php/nachrichtenleser/20190725.html

Gewalt gegen Politiker – Polizei-Beratung klärt auf

Radikalisierungen in unserer Gesellschaft und Themen nehmen auffällig zu. Dagegen will die Polizeiprävention sensibilisieren mit dem Motto "Sicher in der Öffentlichkeit bewegen".

Gute Beratung nimmt Ängste. Bld: Polizei-Beratung.de

Kontroverse politische Diskussionen führen in der Öffentlichkeit mitunter zu Spannungen und Auseinandersetzungen in unserer Gesellschaft. Diese bergen ein erhebliches Konfliktpotenzial und können u. a. dazu führen, dass Personen des öffentlichen Lebens, z. B. Politiker, Unternehmer, Künstler, für ihre Werte, Ansichten oder Entscheidungen angefeindet werden – mitunter lassen sich Menschen sogar zu Straftaten hinreißen.
Die Polizei-Beratung hat jetzt ein einen Verhaltensflyer entwickelt. Diesen können Sie hier nachlesen.

Sicheres Fußballstadion durch Gesichtserkennung

Der dänische Superliga-Fußballclub Brøndby IF gewährleistet mit Gesichtserkennungstechnologie von Panasonic ein sicheres Stadionerlebnis für die Zuschauer.

Das Gesichtserkennungssystem von Panasonic trägt zu einer sichereren Stadionumgebung bei. Foto: Panasonic

Wie die Fachzeitschrift PROTECTOR berichtet, automatisiert die Gesichtserkennungssoftware Facepro von Panasonic die Identifizierung von Personen auf der Schwarzen Liste des Vereins und verhindert so zuverlässig, dass sie das Stadion betreten. Denn Panasonic-Sicherheitskameras erkennen, zusammen mit der Facepro-Software, automatisch alle auf dieser Liste registrierten Personen. Dazu gleicht Facepro im Hintergrund das Gesicht mit den in einer Datenbank verzeichneten Gesichtern ab und gibt bei Übereinstimmungen Benachrichtigungen und Alarme aus. Daraufhin können die Security-Mitarbeiter die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Das Gesichtserkennungssystem von Panasonic verfügt über eine zentrale Steuerung, bei der Kamera und Server direkt verbunden sind.

Unerwünschte Personen finden
Bisher mussten die Sicherheitsmitarbeiter mit großem Aufwand persönlich und manuell kontrollieren, wer das Stadion betreten darf. Jetzt verhindern die automatisierten Prozesse am Stadioneingang die bisherigen Staus an den Gates und Fans kommen so schneller in das Stadion. Dies wird sich besonders in hochkarätigen Spielen wie dem Derby gegen den F.C. Kopenhagen als sehr vorteilhaft erweisen. Die durchschnittlichen Besucherzahlen liegen bei 14.000 Personen pro Spiel – bei bis zu 100 registrierten Personen auf der Schwarzen Liste des Stadions. Dank der Technologie von Panasonic werden die Mitarbeiter von Brøndby IF bei der Identifikation dieser unerwünschten Personen entlastet und können sich einen auf besseren Service für die Fans konzentrieren, die das Stadion betreten. Um die Privatsphäre zu wahren, speichert die Gesichtserkennungstechnologie keine Bilder oder Daten von Personen, die nicht auf der Schwarzen Liste stehen.

Den vollständigen Beitrag können Sie nachlesen unter dem Link: https://www.sicherheit.info/sicheres-fussballstadion-durch-gesichtserkennung

 

Kommunikation ist das wichtigste Führungsmittel von BOS

Interview mit dem Präsidenten der Bundesanstalt für Digitalfunk im Polizeispiegel der DPolG

BOS-Funk ist ein wichtiges Einsatzmittel für die Polizei, Bild: Fotolia.de

Kommunikation ist das wichtigste Führungsmittel von BOS und Bundeswehr! Im Interview mit dem aktuellen POLIZEISPIEGEL äußert sich der Präsident der Bundesanstalt für Digitalfunk, Andreas Gegenfurtner, zur derzeit laufenden Frequenzvergabe im 450 MHz-Bereich. "Für uns geht es um die zwingend erforderliche Kommunikation der Einsatzkräfte zur Hilfeleistung und Einsatzbewältigung. Die Zuteilung der 450 MHz-Frequenzen an die BDBOS ist darüber hinaus essentiell für die Absicherung und Zukunftsfähigkeit der Kommunikation der Einsatz- und Rettungskräfte.

Sie stellt damit einen entscheidenden Faktor für die Gefahrenabwehr und die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland dar und kommt damit jeder Bürgerin und jedem Bürger zu Gute. Zusammen mit dem BOS-Digitalfunknetz und dem ergänzenden Angebot kommerzieller Mobilfunkbetreiber sollen die Frequenzen im 450 MHz-Bereich zukünftig ein untrennbares Gesamtpaket bilden.

Das gesamte Interview im POLIZEISPIEGEL 07-08-2019 unter dem Link:

https://www.dpolg.de/fileadmin/user_upload/www_dpolg_de/pdf/polizeispiegel/polizeispiegel_19_07.pdf

Neue Kampagne - „Zivile Helden“ gegen Hass und Gewalt

Wie Kriminalprävention über Social Media funktionieren kann.

Zivile Helden gegen Hass und Gewalt
Bild: zivile Helden

Wie lässt sich das Bewusstsein für Zivilcourage bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen über soziale Netzwerke schärfen? Dieser Frage gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen des Forschungsvorhabens PräDiSiKo nach. Dafür haben sie das Forschungs- und Präventionsprojekt „Zivile Helden“ ins Leben gerufen. Die Kommunikation mit den Zielgruppen erfolgt überwiegend über digitale Kanäle und Social Media: Auf Facebook, Twitter und Co. werden Zivilcourage und Handlungskompetenz, etwa bei Hassbotschaften im Netz, mittels interaktiver Szenarien sowohl spielerisch als auch informativ gefördert.
Emotionen, Humor und Identifikation
Der Forschungsverbund hat sich das Ziel gesetzt, neue Kommunikationswege in den sozialen Medien für die Verbreitung von kriminalpräventiven Inhalten zu nutzen und sie auf ihren Erfolg hin zu untersuchen. Die wichtigste Fragestellung: Können kriminalpräventive Inhalte so über soziale Medien verbreitet werden, dass sie bei der Zielgruppe ankommen, von dieser angenommen werden und mehr sicherheitsbewusstes Verhalten auslösen? Geleitet wird PräDiSiKo von Gabriele Kille, die an der Hochschule der Medien (HdM) als Professorin in den Bereichen Visuelle Kommunikation, Bildsprache & Fotodesign forscht und lehrt.

Die Kampagne „Zivile Helden“ wird von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in der Praxis getestet. Zum Verbund gehören auch Partner aus anderen wissenschaftlichen Bereichen und der Wirtschaft. So haben beispielsweise Medienwissenschaftler vor der Entwicklung des Konzeptes erfasst, welche Inhalte (Filme oder Texte) bei der Zielgruppe besonders in Erinnerung bleiben. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand nachhaltig mit einem vermittelten Inhalt, zum Beispiel Sicherheitsempfehlungen der Polizei, auseinandersetzt, erhöht sich, wenn Emotionen, Humor und Identifikation eine tragende Rolle spielen“, erklärt Prof. Gabriele Kille.

Nähere Informationen unter:
https://www.polizei-dein-partner.de/nc/themen/zivilcourage/detailansicht-zivilcourage/artikel/zivile-helden-gegen-hass-und-gewalt.html?tx_ttnews

https://www.zivile-helden.de/

 

Die Lösung „Digitale Pforte“ reduziert Standzeiten vor den Werksgelände

Dallmeier electronic, Regensburger Hersteller von Videoinformationstechnik, bietet mit dem Plattlinger Unternehmen T.CON, einem Beratungs- und Systemhaus im SAP-Umfeld, eine digitale Lösung mit Videoüberwchung für ZU- und Ausfahrttore von Unternehmen an.

Bild: Dallmeier

Techniken der Digitalisierung versprechen große Verbesserungen in den unterschiedlichsten Logistikprozessen. Jetzt stellen die bayerischen Unternehmen die ersten beiden gemeinsam entwickelten Logistiklösungen „Digitale Pforte“ und „Packstückvermessung“ vor. Mit ihnen können Logistiker erfolgreich Rückstaus verhindern und manuelle Erfassungsprozesse beim Verwiegen und Vermessen von Packstücken eliminieren.
Die von Dallmeier und T.CON gemeinsam entwickelten Lösungen erlauben die Übertragung einer Vielzahl von Daten, die mit Videosystemen erfasst wurden, direkt in die Warenwirtschaft. Die Kooperation der beiden Unternehmen bietet bislang zwei fertige Lösungen für den Bereich Supply Chain, mit denen Kunden zentrale Prozesse optimieren und Taktzeiten verbessern können. Auf der Agenda der Zusammenarbeit stehen weitere Lösungen in den Bereichen Supply Chain, HR und Compliance.
Die Lösung „Digitale Pforte“ reduziert Standzeiten vor den Werksgelände
Die Lösung „Digitale Pforte“ automatisiert manuelle Prozesse der Fahrzeugregistrierung und des Rollkartenmanagements durch ein innovatives SB-Portal auf Basis von SAP Fiori. Das System erfasst Avis-Daten vorab und erkennt Fahrzeugklassen, Kennzeichen, ID-Nummern und Gefahrstoffklassen nach ADR & GGVSEB und ermöglicht so eine automatische Schranken- und Torsteuerung. Unter Verwendung der SAP Standard-Objekte können mit den optisch erfassten Informationen die Frachtdaten im SAP angereichert werden. Eine direkte Integration in SAP TM bzw. LE-TRA (ECC 6.0) ist somit sichergestellt. Die wesentlichen Vorteile der „digitalen Pforte“ sind deutlich verkürzte Standzeiten vor dem Werksgelände und eine Reduzierung von Rückstaus. Je nach Anforderung lässt sich das System eigenständig betreiben oder in eine bestehende Yard Management-Lösung integrieren.

Die Pressemeldung finden Sie hier.

Videotechnik und Künstliche Intelligenz - Zwischen Hype und Assistenzsystem

Bild: Dallmeier

Kaum ein Thema ist derzeit so in aller Munde wie Künstliche Intelligenz (KI). 
Im Bereich der Videoüberwachung reichen die Vorstellungen vom Erkennen auffälliger Verhaltensmuster über die Gesichtserkennung in Menschenmassen bis zum automatischen Detektieren des berühmten "Bombenkoffers". Das führt wie bei vielen neuen Technologien zuerst einmal zu einer Verunsicherung des Marktes. Des Weiteren müssen Aspekte des Datenschutzes berücksichtigt werden. 

Das Unternehmen Dallmeierhat KI-Thesen und offizielle Auslegungshilfen der Sicherheitsbranche zur Vrefügung gestellt. 
Für Kunden und Errichter ist es deshalb gleichermaßen wichtig, die Technologietrends richtig einschätzen zu können. Vier Überlegungen im Dallmeier KI-Thesenpapier und offizielle Auslegungshilfen, wie etwa die Hambacher Erklärung zur Künstlichen Intelligenz, sollen dabei als Hilfestellung dienen.

Das Thesenpapier finden Sie hier.

Kalte Pyrotechnik im Fußball: Eine Alternative?

Feuerwehr Bremen führt im Beisein des Örtlichen Ausschusses Sicherheit und Sport (ÖASS) Versuchsreihe mit sogenannter kalter Pyrotechnik durch

Erst nach mehreren Anläufen gelingt es dem Feuerwehrmann, die Flammen auszutreten. Dabei entstehen an der Sohle seiner Stiefel Temperaturen bis zu 100 Grad, Bild: Feuerwehr Bremen

Um die Gefahren der Nutzung illegaler Pyrotechnik in Fußballstadien wird seit Jahren gestritten und diskutiert. Eine in Dänemark entwickelte sogenannte „Kalte Pyrotechnik“ wird als Lösung in diesem Konflikt diskutiert.

Innensenator Ulrich Mäurer: „Wir haben daher der Bitte des SV Werder Bremen entsprochen und sowohl eine Stellungnahme zur kalten Pyrotechnik anfertigen lassen als auch eigene Testreihen dazu unternommen. Bevor man etwas ablehnt, sollte man es ernsthaft prüfen.“
Der Örtliche Ausschuss Sicherheit und Sport (ÖASS) hat sich am vergangenen Mittwoch nun unter anderem mit der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ beschäftigt. Dazu wurden den Mitgliedern des Ausschusses auf der Feuerwache 1 Am Wandrahm durch Personal der Feuerwehr Bremen mehrere Versuche mit entsprechenden Fackeln vorgeführt. Außerdem wurden die Erkenntnisse des Bundesamts für Materialforschung und –prüfung (BAM), das im Frühjahr dieses Jahres auf Bitten der Innenbehörde eine Prüfung der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ vornahm, gemeinsam evaluiert.

Die Versuchsreihen zeigten, dass auch von der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ Gefahren ausgehen. So führte auch die Flamme der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ zum raschen Entzünden von Kleidung und Haaren. Je nach Farbvariante der Fackeln lagen die Temperaturen zwischen 300 und 500 Grad. Außerdem wurden giftige Gase freigesetzt, die zu Augenreizungen und Irritationen an der Haut führen könnten. Elementares Problem des Verbrennungsprozesses dieser augenscheinlich „raucharmen“ Fackel ist, dass sich gerade diese sehr kleinen Rauchpartikel im Lungengewebe besonders tief festsetzen können.
Dr. Hubertus Hess-Grunewald bedankte sich bei Innenbehörde, Feuerwehr und der Gesundheitsbehörde, dass sie sich „gründlich und ernsthaft“ mit der sogenannten „Kalten Pyrotechnik“ auseinandersetzen. Alle anwesenden Institutionen waren sich aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Versuche einig, dass auch diese Pyrotechnik in Menschenmengen trotz einer gewissen Gefahrenreduzierung deutlich zu gefährlich und deshalb in dieser Form keine ungefährliche Alternative zu den von Teilen der Fan-Szene widerrechtlich eingesetzten Bengalos in Stadien ist.
Dr. Hubertus Hess-Grunewald betonte anschließend unter Zustimmung von Innensenator Mäurer: „Wir wollen die Diskussion an dieser Stelle aber nicht beenden und möchten unter anderen den dänischen Konstrukteur dieser Fackeln, Tommy Cordsen, nach Bremen einladen. Es soll mit ihm erörtert werden, inwiefern sich die Produkte der sogenannten ‚Kalten Pyrotechnik‘ nach der Überprüfung des Bundesamts für Materialforschung weiterentwickeln lassen, um die Widersprüche zu Sprengstoffgesetz und Versammlungsstättenverordnung auflösen zu können.“

Die Fackeln des dänischen Pyrotechnikers, die deutlich weniger Hitze als herkömmliche Bengalos abgeben, sind in der EU grundsätzlich zugelassen. Allerdings bezieht sich diese Zulassung auf den Zweck der Seenotrettung und ähnlichem.

EHI veröffentlicht Studie zu Inventurdifferenzen im deutschen Handel

 

Die Rasierklingen verschwinden in der Jackentasche oder das Parfum in der Handtasche. „Im Handel wird nach wie vor gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist“, erklärt Frank Horst, Sicherheitsexperte vom EHI, „trotz aufwändiger Präventivmaßnahmen summieren sich die Verluste in 2018 auf 4,3 Mrd. Euro.“ Nach 4,1 Mrd. Euro in 2017 bedeutet das eine Steigerung von fast 5 Prozent, so die Studie „Inventurdifferenzen 2019“. Welche Zusammenhänge bestehen und welche Trends es bei Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen gibt, erläutert Frank Horst Ende Juni 2019 auf dem „EHI Inventur- und Sicherheitskongress 2019“ in Köln.

Eine Milliarde zu Lasten von Mitarbeitern
Von den 4,3 Mrd. Euro – branchengewichtete Hochrechnung für den gesamten deutschen Einzelhandel – entfallen rund 3,75 Mrd. Euro auf Diebstahl, davon rund 2,38 Milliarden Euro auf Diebstähle durch Kunden, den eigenen Mitarbeitern/innen werden gut eine Milliarde angelastet, und Lieferanten sowie Servicekräften werden 350 Millionen Euro an Warenverlusten im Jahr zugerechnet. Statistisch gesehen entfällt auf jeden Haushalt in Deutschland jährlich ein Warenwert von fast 60 Euro, der nicht bezahlt wird. Auf den Lebensmittelhandel projiziert bedeutet dies, dass nach wie vor rund jeder 200. Einkaufswagen unbezahlt die Kasse passiert. 560 Mio. Euro entstehen durch organisatorische Mängel wie falsche Preisauszeichnung oder nicht erfasster Bruch und Verderb.

Der ehrliche Kunde zahlt mit
Bei der Mehrzahl der Studienteilnehmer haben sich die Inventurergebnisse in Prozentpunkten im Vergleich zu 2017 verschlechtert. Eine durchschnittliche Inventurdifferenz von 0,63 Prozent – bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz – schmälert die Renditen im Einzelhandel erheblich. Bewertet zu Verkaufspreisen in Relation zum Bruttoumsatz entspricht dies in branchengewichteter Hochrechnung einem Wert von durchschnittlich 1 Prozent des Umsatzes. Hinzu kommen jährliche Ausgaben des Handels von rund 1,45 Milliarden Euro für Präventions- und Sicherungsmaßnahmen, um seine Waren vor Diebstählen zu schützen. Insgesamt gehen dem Handel damit durch Inventurdifferenzen und Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen rund 1,34 Prozent seines Umsatzes verloren, die letztlich jeder Kunde mit bezahlt.

Erneuter Rückgang der Ladendiebstahlsanzeigen
2018 sind die angezeigten Ladendiebstähle laut polizeilicher Kriminalstatistik um 4,1 Prozent zurückgegangen auf insgesamt 339.021 Fälle (Vorjahr 353.384). Während die Zahl der einfachen Ladendiebstähle seit 1997 nahezu kontinuierlich gesunken ist, haben sich schwere Ladendiebstähle in den letzten zwölf Jahren nahezu verdreifacht. Durch die hohe Dunkelziffer von über 98 Prozent besitzt die Statistik nur eine eingeschränkte Aussagefähigkeit. Aus dem durchschnittlichen Schaden aller angezeigten Diebstähle und dem tatsächlichen Schaden im Handel ergibt sich, dass jährlich rechnerisch über 23 Millionen Ladendiebstähle mit je einem Warenwert von 100 Euro unentdeckt bleiben.
Datenbasis: An der aktuellen Untersuchung beteiligten sich 95 Unternehmen bzw. Vertriebsschienen mit insgesamt 22.551 Verkaufsstellen, die einen Gesamtumsatz von rund 98,3 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Die durchschnittliche Verkaufsfläche der beteiligten Geschäfte beträgt 1.240 qm.

Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel mit Sitz in Köln.

Handlungsempfehlungen der Expertenkommission "Sicherheit im Wandel"

Im Mai 2019 hat die Expertenkommission „Sicherheit im Wandel“ ihren Abschlussbericht "Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten stürmischer Veränderungen" veröffentlicht.

Bild: Staatsministerium Baden Württemberg
Vorstellung der Studie durch den Ministerpräsidenten Kretschmer

Auf der Webseite des Zentrums für Liberale Moderne erfolgte die Veröffentlichung. Darin sind 55 konkrete Handlungsempfehlungen aus den Bereichen Bildung und Weiterbildung, soziale Sicherung, innere Sicherheit und öffentliche Institutionen enthalten, die sich an die Landesregierung Baden-Württemberg, Kommunen und an den Bund richten. Die Kommission, der 14 Mitglieder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften und Kommunalpolitik angehören, wurde im Januar 2018 vom Zentrum Liberale Moderne mit Förderung der Baden-Württemberg Stiftung ins Leben gerufen. Sie ging der Frage nach, welche Antworten die liberale Demokratie auf die gesellschaftlichen Verunsicherungen durch Globalisierung, Digitalisierung, Migration, demographischen Wandel und Klimawandel finden kann.
Zu den zentralen Empfehlungen zählen u.a.:
Im Bereich Bildung: Eine empirisch fundierte, langfristig angelegte Bildungsplanung, mehr Gewicht auf frühkindliche Bildung, die Festlegung von Mindestzielen für den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern, ein verbessertes Monitoring und eine an sozialen Indikatoren ausgerichtete Mittelvergabe an Kindergärten und Schulen. Das Recht auf „Bildung für alle“ sollte entweder ein Studium oder einen qualifizierten Berufsabschluss einschließen.

Im Bereich Weiterbildung: Das Recht auf Bildung muss zu einem Recht auf Weiterbildung erweitert und finanziell unterfüttert werden. In diesem Kontext empfiehlt die Kommission, das Konzept eines „Bildungsgrundeinkommens“ zu konkretisieren und auf seine Realisierbarkeit zu prüfen. Berufsschulen sollten zu Weiterbildungszentren ausgebaut, die Übergänge zwischen Berufsausbildung und Studium erleichtert werden. Die Bundesagentur für Arbeit sollte zu einer Agentur für Arbeit und Weiterbildung ausgebaut werden, die sich stärker der präventiven Qualifizierung von Beschäftigten und der Flankierung von Transformationsprozessen widmet.

Im Bereich Soziale Sicherung: Es braucht neue Instrumente sozialer Teilhabe, die Gerechtigkeitslücken und Defizite des Sozialsystems kompensieren. Dazu gehört eine neue Initiative zur Beteiligung breiter Schichten am Kapitalvermögen, um die Digitalisierungsdividende breiter zu streuen und die Beteiligung aller am gesellschaftlichen Reichtum zu gewährleisten („Eigentum für alle“). Sie wäre eine Ergänzung zur gewerkschaftlichen Lohnpolitik, mit der eine faire Beteiligung der Beschäftigten am Volkseinkommen erreicht werden soll. Eine Stärkung der Tarifbindung ist ein maßgeblicher Beitrag zur „Sicherheit im Wandel.“

Im Bereich innere Sicherheit: Eine erhöhte Präsenz von Ordnungskräften an sozialen Brennpunkten kann das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger ebenso verbessern wie städtebauliche Maßnahmen und eine Wohnungspolitik, die der sozialen Segregation entgegenwirkt. Gewalt darf nicht toleriert werden. Das gilt auch für die Anwendung von Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung. Sie ist Gift für die Demokratie. Wenn sie sich ausbreitet, zerstört sie die zivile politische Kultur. Die politische Bildung sollte ausgebaut und stärker auf Extremismusprävention ausgerichtet werden. Darauf müssen Lehrkräfte besser vorbereitet werden. In kritischen Situationen müssen Experten-Teams bereitstehen, die Schulen, Jugendzentren und Strafanstalten vor Ort unterstützen.

Im Bereich öffentliche Institutionen und aktive Bürgergesellschaft: Der zentrale Ort für Vertrauen und bürgerschaftliches Engagement ist die Kommune. Hier ist die Interaktion zwischen Staat und Bürgern am engsten, und hier können Bürgerinnen und Bürger am stärksten Einfluss nehmen. Die kommunale Selbstverwaltung sollte gestärkt und finanziell besser unterfüttert werden. Sie eröffnet größere Handlungsspielräume vor Ort und ist damit ein wichtiger Beitrag zur Festigung der Demokratie. In diesem Zusammenhang sollte auch das Modell „Bürgerarbeit“ geprüft werden. Es würde Berufstätigen ermöglichen, sich für einen befristeten Zeitraum beurlauben zu lassen, um sich in gemeinnützigen Projekten zu engagieren.

Die Studie können Sie nachlesen unter dem Link: https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/meldung/pid/expertenkommission-sicherheit-im-wandel-praesentiert-ergebnisse/

 

Fünf von sechs Mittelständlern fehlen die einfachsten IT-Schutzmaßnahmen

Cyberangriffe treffen nicht nur große Unternehmen: Kleine und mittlere Betriebe sind häufige Opfer von Cyberkriminellen. Denn viele Mittelständler schludern bei der IT-Sicherheit.

Bild: GDV

Deutschlands Mittelständler vernachlässigen die IT-Sicherheit: Nur jeder sechste Betrieb (16 Prozent) erfüllt zehn einfache Schutzmaßnahmen wie regelmäßige Aktualisierungen von Virenscannern, Datensicherungen oder personalisierte Passwörter für Mitarbeiter. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Immerhin 35 Prozent der kleinen und mittleren Betriebe erfüllen acht oder neun der Basisschutz-maßnahmen, bei 27 Prozent sind es sechs oder sieben. Doch jeder fünfte Mittelständler hat nicht einmal die Hälfte der zehn Sicherungsmaßnahmen umgesetzt.

„Fahrlässiger Umgang mit IT-Sicherheit“
„Es ist geradezu fahrlässig, wie der Mittelstand mit seiner IT-Sicherheit umgeht“, sagt GDV-Cyberversicherungsexperte Peter Graß. „Weil immer mehr Betriebe von funktionierenden Computersystemen abhängig sind, sollten Mittelständler mindestens die einfachsten Sicherheitsregeln befolgen.“

In jedem fünften Betrieb (20 Prozent) werden jedoch Administratorenrechte an den IT-Systemen nicht nur an Administratoren vergeben. Jeder dritte Mittelständler (32 Prozent) macht keine wöchentliche Datensicherung. Auch persönliche Zugänge für jeden Mitarbeiter (31 Prozent), eine erzwungene Mindestlänge von Passwörtern (26 Prozent) oder Aktualisierungen von Virenscannern (36 Prozent) fehlen in vielen kleinen und mittleren Betrieben.

Jedes vierte mittelständische Unternehmen (24 Prozent) hat bereits Schäden durch Cyberangriffe erlitten. In vier von zehn Fällen wurde dadurch der Betrieb lahmgelegt.
Dass der deutsche Mittelstand immer abhängiger von funktionierender IT ist, ist bei den meisten Betrieben angekommen: Würde die Unternehmens-IT mehrere Tage ausfallen, sehen sich 63 Prozent der Mittelständler sehr stark oder eher stark eingeschränkt. Nur ein Viertel der Betriebe (26 Prozent) glaubt, nicht so stark oder nur wenig durch einen Ausfall der IT eingeschränkt zu sein. 11 Prozent der Mittelständler gaben an, ohne funktionierende IT keine Probleme im Betrieb zu haben.
Für die Befragung hat Forsa 300 Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland.

Die wichtigsten Ergebnisse der Forsa-Befragung von Entscheidern in kleinen und mittleren Unternehmen:
* Jedes vierte (24%) mittelständische Unternehmen in Deutschland hat bereits Schäden durch Cyberangriffe erlitten.
* In knapp 60 Prozent der betroffenen Unternehmen legte ein erfolgreicher Cyberangriff den Betrieb lahm. Bis die IT-Systeme wieder laufen, vergehen bei den meisten Unternehmen mehrere Tage.
* Rund 80 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben Lücken in ihrer IT-Sicherheit.
* E-Mails bleiben das wichtigste Einfallstor: 70 Prozent der erfolgreichen Angriffe gelangten durch das E-Mail-Postfach in die IT-Systeme.

Das Ergebnis der Umfrage können Sie hier nachlesen.

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Bundeslagebild Politische motivierte Kriminalität 2018

Fallzahlen Politisch Motivierte Kriminalität 2018 vorgestellt Politisch motivierte Straftaten zum zweiten Mal in Folge gesunken

Vorstellung Statitik politisch motivierter Kriminalität, Bild: BMI

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat am 15.Mai 2019 gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, in Berlin die Fallzahlen der Politisch Motivierten Kriminalität (PMK) für das Jahr 2018 vorgestellt.
Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Bundeskriminalamt hat für 2018 36.062 politisch motivierte Straftaten erfasst.
Damit befindet sich die politisch motivierte Kriminalität allerdings immer noch auf dem dritthöchsten Stand seit Einführung dieser Statistik im Jahr 2001. Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte dazu: "Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist 2018 erneut gesunken. Das ist aber kein Grund zur Entwarnung: Die politisch motivierte Kriminalität bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Wir haben allen Grund, wachsam zu bleiben. Der Rechtsstaat wird auch in Zukunft mit allen Mitteln gegen jede Form politisch motivierter Kriminalität vorgehen."
Die Straftaten im Phänomenbereich PMK -rechts- bleiben mit 20.431 registrierten Taten auf Vorjahresniveau (2017: 20.520) und machen weiterhin die Hälfte aller registrierten Straftaten aus. Die Gewaltdelikte im Phänomenbereich "Rechts" sind nach einem starken Rückgang im Vorjahr, wieder leicht (um 2,3 Prozent) angestiegen.
Weiter zurückgegangen sind die Angriffe auf Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang auf 173 Straftaten zu verzeichnen (2017: 312). Damit hat sich der seit Februar 2016 rückläufige Trend weiter fortgesetzt und die Zahlen liegen sogar wieder unter dem Niveau des Jahres 2014.
"Die Zahl der Übergriffe auf Flüchtlinge ist gesunken. Besonders deutlich wird dies bei den Angriffen auf Asylunterkünfte: Hatten wir im Jahr 2016 noch 995 Angriffe, waren es im Jahr 2018 nur noch 173, also ein Rückgang um über 80 Prozent in zwei Jahren.", so der Bundesinnenminister Horst Seehofer.
Die Zahl der Straftaten im Phänomenbereich PMK -links- sind im Vergleich zum Vorjahr (2017: 9.752) um mehr als 18 Prozent auf 7.961 Taten zurückgegangen. Von 1.340 Gewaltdelikten im Phänomenbereich "Links" waren 815 gegen die Polizei gerichtet. Ein großer Anstieg linksmotivierter Straftaten war im Zusammenhang mit den Klimaprotesten im Kontext "Hambacher Forst" zu verzeichnen. Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte dazu: "Gewaltsame Angriffe gegen Polizeibeamte oder Andersdenkende haben mit Versammlungs- oder Meinungsfreiheit nichts zu tun. Der Rechtsstaat wird auch in Zukunft sein Gewaltmonopol durchsetzen und Straftaten konsequent verfolgen."

Das Lagebild PMK bundesweite Fallzahlen finden Sie hier.

Das Lagebild PMK Hasskriminalität finden Sie hier.

Das Lagebild PMK Straftaten gegen Asylheime finden Sie hier.

 

Verbandsmagazin "InfoSicherheit"

Innerhalb der ASW - Bundesgemeinschaft hat das Fachmagazin einen Alleinstellungsmerkmal.

Die ASWN gibt für alle Fragen und Themen rund um „Sicherheit in der Wirtschaft“ eine eigene Verbandszeitschrift, die » InfoSicherheit « heraus - kostenlos für Mitglieder! In vier Ausgaben pro Jahr erfahren die Leserinnen und Leser Neues und Wissenswertes zu den Themenkreisen Wirtschaftskriminalität, Sicherheit der Mitarbeiter, Terrorismus, Reisesicherheit, Länderporträts unter Sicherheitsaspekten, IT-Bedrohungen u.v.a.m.

Die Zeitschrift "infoSicherheit" ist ein deutschsprachiges Fachmagazin für die Wirtschaft in Norddeutschland. Sie behandelt alle Fragen und Themen rund um die Sicherheit in der Wirtschaft. Als Verbandszeitschrift ist sie kostenlos für Mitglieder. In vier Ausgaben pro Jahr erfahren die Leserinnen und Leser Neues und Wissenswertes zu den Themenkreisen Wirtschaftskriminalität, Sicherheit der Mitarbeiter, Terrorismus, Reisesicherheit, Länderporträts unter Sicherheitsaspekten, IT-Bedrohungen u.v.a.m.

Zielgruppe

Die Sicherheitsverantwortlichen in den großen norddeutschen Wirtschaftsunternehmen erhalten die infoSicherheit regelmäßig im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Außerdem erreicht die Zeitschrift die Unternehmen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf (z.B. Energieversorger, Banken und Sparkassen) und die Dienstleister in der Sicherheitsbranche (Wachunternehmen, Werttransporteure, Sicherheitsberater, Detekteien). Ebenso erhalten alle norddeutschen Industrie- und Handelskammern, alle Polizeibehörden und ihre Pressestellen, die Gewerbeschulen für Schutz und Sicherheit sowie alle Bibliotheken in den Ausbildungsstätten der Polizei und die norddeutschen Hafensicherheitsbehörden das Fachmagazin zur Information.

Geschichte

Kurz nach dem ersten Erscheinen im Jahr 2006 zeichnete im Oktober 2007 die Stiftung Kriminalprävention die infoSicherheit mit ihrem Medienpreis aus. Der damalige BKA-Präsident Ziercke während der Preisverleihung: "infoSicherheit informiert Unternehmen und Behörden regelmäßig über aktuelle Fragen der Sicherheit in der Wirtschaft und verknüpft diese in einzigartiger Weise mit Hinweisen und Möglichkeiten der Prävention. Klar, unmissverständlich, ohne Skandalierung oder Dramatisierung am Puls des Geschehens, höchst lehrreich und aktuell. Auf das Wesentliche kommt es an. Und das beherrscht die Redaktion vorzüglich."
2014 erschien die Zeitschrift nach einer kurzen Pause in einem neuen Layout und einer neuen Redaktion.

Redaktion

Die infoSicherheit bietet neben den Verbandsnachrichten ein breites Spektrum an Themen aus der Sicherheitswirtschaft, Polizeithemen und höchstrichterliche Urteile an. Das Magazin enthält u.a. die Rubriken
* Editorial
* aus dem Norden
* Titelthema
* Karriere und Wissen
* Wirtschaft, Technik und Politik
* Service.
Die Redaktion greift aktuelle Themen mit Bezug zur Sicherheit in der Wirtschaft auf und entsendet Reporter direkt vor Ort. Titelthemen waren u.a. "Innovationskraft", "Darknet", "G-20-Gipfel" und "Fake-News".

Kontakt:
Anschrift für die Anforderung eines kostenlosen Probeheftes und für kostenpflichtige Bestellung aktueller und älterer Ausgaben:

Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V.
Geschäftsstelle
Kamerbalken 14
22525 Hamburg
Tel.: 040 818036
Fax: 040 814907

Email: kontakt@remove-this.aswnord.de

 

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Protector & WIK: Zeitschrift für die Sicherheit der Wirtschaft

Noch mehr Sicherheit - im Abonnement: Protector & WIK liefert 6 Mal im Jahr aktuelle Informationen und Basiswissen zum Thema Sicherheit. Sie wird seit über 25 Jahren von einer unabhängigen und hochqualifizierten Fachredaktion zusammengestellt. Die Redakteure der Protector & WIK bereiten wichtiges Know-howauf, führen Interviews mit relevanten Vertretern der Branche, geben Hinweise zu Risiken, machen Lösungsvorschläge und zeigen praxisnahe Strategien und Anwendungsbeispiele. Mehr Informationen finden Sie auf der Protector & WIK - Homepage:

http://www.sicherheit.info

Die ASWN veröffentlicht in jeder Ausgabe der Protector & WIK einen regionalen Teil mit aktuellen Berichten und Informationen aus dem Verbandsgebiet.

Aktuelle tägliche Sicherheitsmeldungen können Sie auch auf der Homepage von

www.secupedia.de

nachlesen.

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ASWN: Leitfäden und Zertifizierungen

Europaweit verursachen Frachtdiebstähle jährliche Gesamtkosten von über acht Milliarden Euro. Geraubt werden nicht nur Uhren und Notebooks. Im Visier der Täter sind unterschiedliche Waren, angefangen bei Lederbekleidung bis hin zu Tabakwaren. Für die Betriebe haben verspätete bzw. ausgefallene Warensendungen häufig Produktionsausfälle und Auftragsstornierungen zur Folge. Einer erhöhten Gefahr sind die Lkw-Fahrer ausgesetzt. Denn bei jeder fünften Tat werden sie tätlich angegriffen und ihr Leben bedroht.

Schutz vor Frachtdiebstählen

Europaweit verursachen Frachtdiebstähle jährliche Gesamtkosten von über acht Milliarden Euro. Geraubt werden nicht nur Uhren und Notebooks. Im Visier der Täter sind unterschiedliche Waren, angefangen bei Lederbekleidung bis hin zu Tabakwaren. Für die Betriebe haben verspätete bzw. ausgefallene Warensendungen häufig Produktionsausfälle und Auftragsstornierungen zur Folge. Einer erhöhten Gefahr sind die Lkw-Fahrer ausgesetzt. Denn bei jeder fünften Tat werden sie tätlich angegriffen und ihr Leben bedroht.

Fünf Institutionen bzw. Gesellschaften bündeln deshalb ihre Aktivitäten an unterschiedlichen Stellen der Lieferkette:

  • Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen
  • Die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland (ASW Nord e.V.)
  • TimoCom und Teleroute, marktführende Anbieter von Frachtenbörsen
  • HDI-Gerling Industrie, langjähriger Industrie- und Transportversicherer

Gemeinsam haben diese Partner eine Informationsbroschüre entwickelt: "Frachtdiebstähle: Transportgefahren aktiv verringern" Darin finden gefährdete bzw. betroffenen Unternehmen, Disponeten und (nicht zuletzt!) Fahrer Informationen darüber, auf welchen feldern Risiko mindernde Gegenstrategien ansetzen können. Sie reichen von technischen Anpassungen über veränderte organisatorische Maßnahmen bis hin zu entsprechend präventiven Verhaltensweisen bei den Fahrern.

Alle Module der Broschüre zum Download:

Frachtdiebstähle Broschüre

Frachtdiebstähle Infoblatt Unternehmen

Frachtdiebstähle Checkliste Unternehmen

Frachtdiebstähle Infoblatt Disponenten

Frachtdiebstähle Checkliste Disponenten

Frachtdiebstähle Infoblatt Fahrer

Frachtdiebstähle Checkliste Fahrer

Musterformular freiwillige Selbstauskunft

BMI Leitfaden "Kritische Infrastrukturen"

Der Leitfaden richtet sich an die Betreiber Kritischer Infrastrukturen. Er soll ihnen Hilfestellungen beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihres jeweiligen Risiko- und Krisenmanagements geben. Auf Grundlage der allgemeinen Empfehlungen des Basisschutzkonzeptes zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (Bundesministerium des Innern, 2005) stellt er Methoden zur Umsetzung eines Risiko- und Krisenmanagements dar und ergänzt diese um praktische Handreichungen in Form von Beispielen und Checklisten. Bei der Entwicklung des Leitfadens wurden das Bundesministerium des Innern, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik durch Experten der unternehmerischen Praxis unterstützt.


Den Leitfaden zum Download finden Sie auf der Homepage des BMI:

Bundesministerium des Innern 

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Aktuelle Meldungen zur Sicherheit

Als zusätzliches Produkt unter der Marke „info Sicherheit“ bietet die ASWN seinen Mitgliedern den Service „info Sicherheit aktuell“ an. Darin werden zum Beispiel Kriminalitätslagebilder des BKA sowie weitere relevante Sicherheitsmeldungen in elektronischer Form aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Diese Meldungen sind zudem so gestaltet und formatiert, dass sie im Unternehmen als Sicherheitshinweise weitergeleitet werden können.

"Der Mensch bleibt Krisenursache Nummer eins"

Ergebnisse der Krisenpräventionsumfrage 2019 veröffentlicht: Erfahrene Krisenmanager und Pressesprecher geben Einblicke in ihre Arbeit.

Grafik: Krisennavigator
Grafik: Krisennavigator Kiel
Bild: Krisennavigator Kiel
 

Drei von vier befragten Unternehmen, Behörden und Verbänden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein mussten 2018 mindestens einen Krisenfall bewältigen. Jede zweite Organisation führt regelmäßig Krisenübungen durch und hält Krisenräume bereit. Auf PR-Manager und Geschäftsführer will kaum ein Krisenstab verzichten. Digitalisierung, Klimawandel und politische Instabilitäten hinterlassen deutliche Spuren in der Krisenerwartung der befragten Fach- und Führungskräfte. Das sind einige Ergebnisse der Krisenpräventionsumfrage 2019, die das Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, ein Spin-Off der Universität Kiel, durchgeführt hat. Die Studie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Krisenmanagement e.V. (DGfKM), dem Berufsverband der Krisenmanager mit Sitz in Hamburg, unterstützt.

An der Umfrage im März und April 2019 haben Krisenbeauftragte (35 Prozent) und Kommunikationsmanager (65 Prozent) aus 85 Institutionen teilgenommen – 75 Prozent aus Unternehmen, 15 Prozent von Behörden und 9 Prozent aus Verbänden. Gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer nimmt eine Leitungsfunktion wahr (54 Prozent). Drei von vier befragten Organisationen mussten 2018 mindestens einen Krisenfall bewältigen (75 Prozent), mehr

Die vollständige Pressemeldung können Sie hier nachlesen: https://www.krisennavigator.de/Der-Mensch-bleibt-Krisenursache-Nummer-eins-Ergebnisse-der-Krisenpraeve.684.0.html

 

Interview mit Hacker Michael Wiesner „Viel zu oft geht Machbarkeit vor Sicherheit“

Hacker Michael Wiesner, Bild: GDV

Er greift Server an, schickt Phishing-Mails und enttarnt Geschäftsgeheimnisse. Michael Wiesner ist Hacker – aber einer von den Guten. In einem interessanten Interview mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaftt spricht er über unmoralische Angebote, leichtfertige Unternehmer und fehlende staatliche Konzepte.
Hacker Michael Wiesner: „Gerade im Bereich des staatlich beauftragten Hackens haben wir den größten Dunkelbereich.”

Das Interview sowie ein Video können Sie unter dem Link nachlesen:  https://www.gdv.de/de/themen/news/-viel-zu-oft-geht-machbarkeit-vor-sicherheit--44970

 

 

Informationsflut = Studie Soziale Beschleunigung

Die Studie zeigt, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Gesellschaft als Ganzes sinkt.

Informationsflut senkt die Aufmerksamkeitsspanne einer Gesellschaft.
Bild: Pixabay.com

Was gestern noch in aller Munde war, ist heute schon vergessen. Die Zeitspanne, in der die Gesellschaft ihre Aufmerksamkeit einem Thema widmet, wird immer kürzer. Das zeigt ein Forscherteam der Technischen Universität Berlin, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB), des University College Cork und der Technical University of Denmark (DTU). Die negativen Auswirkungen der sozialen Medien und des ständigen Nachrichtenstroms auf unsere Aufmerksamkeit wurden in den letzten Jahren immer wieder diskutiert. Soziologen, Psychologen und Lehrern warnen, dass die ständigen Eilmeldungen, Push-Benachrichtigungen sowie die Angst, etwas zu verpassen, zu einer „sozialen Beschleunigung" führen. Doch fehlten bisher empirische Daten, um diese These zu untermauern. Nun konnte ein Forscherteam von der Technischen Universität Berlin, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, des University College Cork und der Technical University of Denmark zeigen, dass die Aufmerksamkeitsspanne unserer Gesellschaft für ein einzelnes Thema tatsächlich immer kürzer wird.
 
Besonders gut lässt sich die immer stärkere Verkürzung der Aufmerksamkeitsspanne anhand der sozialen Medienplattform Twitter erklären. Während 2013 ein Hashtag durchschnittlich 17,5 Stunden in der Top-50-Liste war, blieb er dort 2016 nur noch durchschnittlich 11,9 Stunden.
 
Auch wenn man sich gesuchte Begriffe bei Google und die Anzahl der Kommentare auf einzelne Reddit-Posts anschaut, lässt sich der Effekt über die Jahre feststellen. Die Zeitspanne, die ein Begriff besonders oft gesucht oder ein Post auf Reddit stark diskutiert wird, wird immer kürzer. „Unsere Daten zeigen, dass die Dauer, in der die Öffentlichkeit Interesse an einzelnen Themen und Inhalten zeigt, immer kürzer wird. Gleichzeitig springt das Interesse immer schneller von einem Thema zum nächsten“, sagt Philipp Lorenz-Spreen, Erstautor der Studie und Wissenschaftler am Max- Planck-Institut für Bildungsforschung.
 
Der Grund für die verkürzte Aufmerksamkeitsspanne lässt sich anhand eines mathematischen Modells erklären, das die Wissenschaftler auf Hashtags genauso wie auf Kinokartenverkäufe anwandten. „Für unsere Modellierung haben wir uns vorgestellt, dass sich jedes Thema von der begrenzten kollektiven Aufmerksamkeit ernährt. Wenn immer mehr Themen ein Stück von der Aufmerksamkeit haben wollen, bleibt für ein einzelnes Thema weniger übrig", sagt Philipp Hövel, Co-Autor und Dozent für angewandte Mathematik am University College Cork.
 
Ein Abstract der Studie in englischer Sprache finden Sie hier.
 

Bodycams bei der Polizei – nicht nur zum Schutz von Polizistinnen und Polizisten!

Verzicht auf die Verwendung von Bodycam-Aufnahmen während Ermittlungen gegen Polizeibeamte ist strafbare Strafvereitelung im Amt durch Unterlassen

Prof. Dr. Hartmut Aden, Bild: IM Niedersachsen

Zu diesem Ergebnis kommt ein Beitrag, der sich mit der Dienstvereinbarung des Bundesinnen-ministeriums beschäftigt, wonach Bodycam-Aufnahmen, die zur Einsatzdokumentation gemacht wurden, bei Vorwürfen polizeilichen Fehlverhaltens nicht für interne Ermittlungen der Bundespolizei verwendet werden dürfen
Die neue Dienstvereinbarung des Bundesinnenministeriums regelt, dass Bodycam-Aufnahmen, die von Polizistinnen und Polizisten zur Einsatzdokumentation gemacht wurden, bei Vorwürfen polizeilichen Fehlverhaltens nicht für interne Ermittlungen der Bundespolizei verwendet werden dürfen. Was folgt aus dieser Regelung im Detail? Sind deswegen die Bodycam-Aufnahmen auch für strafrechtliche Ermittlungen ausgeschlossen?
 
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) feierte diese Vereinbarung hingegen als großen Erfolg – nicht zuletzt, da die Videodateien nicht zur Verhaltensüberwachung oder Leistungskontrolle durch Vorgesetzte genutzt werden dürfen. Aber was folgt aus dieser Regelung im Detail? Sind deswegen die Bodycam-Aufnahmen auch für strafrechtliche Ermittlungen ausgeschlossen?

Was besagt die neue Dienstvereinbarung?
Ein Blick in die Dienstvereinbarung offenbart, dass die entsprechenden Vereinbarungen zumindest missverständlich formuliert sind. Dort heißt es, „(…) eine Leistungs- oder Verhaltenskontrolle, die über die Zweckbestimmung des § 27a Abs. 4 BPolG hinausgeht,“ sei „ausgeschlossen. Die Aufnahmen sind damit dem Bereich der verwaltungsinternen Ermittlung entzogen.“
Leistungskontrolle des Einsatzverhaltens und Verstöße gegen Dienstvorschriften werden durch die neue Dienstvereinbarung schwieriger, Strafverfolgung gegen Polizisten bleibt aber in jedem Fall bestehen.
Bestrebungen und Planungen in der privaten Sicherheitswirtschaft auf Einführung von „Body-Cams“ sollten unbedingt Leistungskontrolle und Überwachung des Verhaltens der Mitarbeiter ausschließen.

Den vollständigen Aufsatz können Sie unter dem folgenden Link nachlesen:

verfassungsblog.de/bodycams-bei-der-polizei-nicht-nur-zum-schutz-von-polizistinnen-und-polizisten/

Der Verfasser, Prof. Dr. Hartmut Aden, ist Professor für Öffentliches Recht, Europarecht, Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.

BKA Bundeslagebilder | Jahresberichte

BKA | FIU-Jahresbericht:

Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf das World Trade Center am 11.09.2001 wurden national und international bei der Bekämpfung der Geldwäsche und der Finanzierung des Terrorismus eine Reihe neuer gesetzlicher Vorgaben und Richtlinien verabschiedet, die das Betätigungsfeld von Straftätern immer mehr einschränken sollen. So wurde im Bundeskriminalamt eine Zentralstelle für Verdachtsanzeigen, im internationalen Sprachgebrauch FIU (Financial Intelligence Unit) genannt, geschaffen.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Cybercrime:

Hier finden Sie die Lagebilder und Kernaussagen zur Cybercrime (früher IuK-Kriminalität) seit dem Jahr 2008.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Falschgeldkriminalität:

Das Bundeslagebild "Falschgeldkriminalität" enthält in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zu Lage und Entwicklung im Bereich der Falschgeldkriminalität und erstreckt sich auf die Delikte der Geldfälschung des 8. Abschnitts des Strafgesetzbuchs.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Korruption:

Die Bundeslagebilder Korruption enthalten in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung im Bereich der Korruption. Sie basieren auf den Zulieferungen der Landeskriminalämter auf der Grundlage eines bundeseinheitlichen Erhebungsbogens.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Organisierte Kriminalität:

Die Bundeslagebilder „Organisierte Kriminalität“ enthalten in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zu Lage und Entwicklung im Bereich der Organisierten Kriminalität. Sie werden vom Bundeskriminalamt auf Grundlage der im Mai 1990 von der AG Justiz/Polizei entwickelten Definition „Organisierte Kriminalität“ in Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern, dem Zollkriminalamt und dem Bundespolizeipräsidium erstellt. Die im Berichtszeitraum anhängigen OK-Ermittlungsverfahren werden hierbei nach einem bundesweit einheitlichen Raster erhoben.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität:

Aus Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik und dem kriminalpolizeilichen Nachrichtenaustausch werden die Bundeslagebilder Wirtschaftskriminalität erstellt. Sie enthalten in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung im Bereich der Wirtschaftskriminalität.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

BKA | Bundeslagebild Zahlungskartenkriminalität:

Das Bundeslagebild "Zahlungskartenkriminalität" enthält in gestraffter Form die aktuellen Erkenntnisse zur Lage und Entwicklung im Bereich der Zahlungskartenkriminalität. Es erstreckt sich ausschließlich auf Debit- und Kreditkarten (zusammengefasst als Zahlungskarten bezeichnet). Das Phänomen des Diebstahls digitaler Daten von Zahlungskarten und deren anschließender Verwertung im Internet wird zudem im "Bundeslagebild IuK-Kriminalität 2009" dargestellt.

BKA:_Lagebilder_und_Jahresberichte

Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland

Mit dem Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 legt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde einen umfassenden und fundierten Überblick über die Bedrohungen Deutschlands, seiner Bürgerinnen und Bürger und seiner Wirtschaft im Cyber-Raum vor. Zudem werden Gegenmaßnahmen des BSI und die gemeinsam mit Partnern gefundenen Lösungsansätze für die Akteure in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft dargestellt.
Die Gefährdungslage ist weiterhin hoch. Im Vergleich zum vorangegangen Berichtszeitraum hat sie sich weiter verschärft und ist zudem vielschichtiger geworden. Es gibt nach wie vor eine hohe Dynamik der Angreifer bei der Weiterentwicklung von Schadprogrammen und Angriffswegen. Darüber hinaus gibt es z. B. mit den entdeckten Schwachstellen in Hardware eine neue Qualität der Bedrohung, wie bei den Sicherheitslücken Spectre/Meltdown und Spectre NG, die ohne einen Austausch der Hardware nicht vollständig geschlossen werden können.
Download des Lageberichts unter:

https://www.bsi.bund.de/DE/Publikationen/Lageberichte/lageberichte_node.html

 

Broschüre: Öffentliche Sicherheit in Deutschland stärken

Unter diesem Titel präsentiert die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) eine 46seitige Broschüre mit Reformvorschlägen für die deutsche Sicherheitsarchitektur, die in Berlin am 08. November 2018 von ca. 150 Sicherheitsexperten aus Politik, Behörden, Justiz, Gewerkschaften, Verbänden und Medien erörtert wurden.

Die Broschüre, in der sechs Aufsätze niedergeschrieben sind, will erste Anregungen zur politischen Diskussion über die Weiterentwicklung der deutschen Sicherheitsarchitektur weitergeben. Sie soll damit ein Impulsgeber und ein Grundstein für eine dringend notwendige Debatte zur Zukunft der Inneren Sicherheit in einem modernen Sozial- und Rechtsstaat sein.
Die GdP konnte sich in dieser Debatte gut einbringen, da einer der sechs Fachbeiträge von Frank Buckenhofer ist, der zur wirksamen Bekämpfung der Steuer-, Finanz- und Wirtschaftskriminalität ein Plädoyer für eine stärkere Integration des Zolls in die Sicherheitsarchitektur formulierte und in diesem Zusammenhang auch viele Gründe zur notwendigen strategischen Neuausrichtung des Zolls und für die Bildung einer deutschen Finanzpolizei gab. Erfreut waren die anwesenden GdP-Vertreter dann umso mehr darüber, dass sich Eva Högl, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, bereits in ihrem Eingangsstatement in der Eröffnungsdiskussion mit BKA-Präsident Holger Münch, dem GdP Bundesvorsitzenden Oliver Malchow sowie dem Berliner Innenstaatssekretär Torsten Akmann klar dazu bekannte, dass die SPD hinter den Überlegungen der GdP zu einer Finanzpolizei steht, die schließlich auch Beschlusslage der SPD (Anmerkung: Bundesparteitag Juni 2017, Dortmund) sei.

Download der Broschüre unter: http://www.gdp-zoll.de/2018/11/oeffentliche-sicherheit-in-deutschland-staerken/

Quelle:Gewerkschaft der Polizei/Zoll ausa Hilden

VBG-Securityreport 2018: Trends und Entwicklungen der Sicherheitsbranche

Die Branche der Sicherungsdienstleistungen ist eine Wachstumsbranche, sowohl in der Anzahl der Unternehmen und Beschäftigten, als auch im Angebot an Dienstleistungen. Für den Securityreport wurden die Arbeits- und Wegeunfälle der letzten Jahre analysiert.
Überall dort, wo der Bedarf an Schutz von Objekten, Menschen und Werten gefordert wird, eröffnen sich für diese Branche neue Tätigkeitsfelder. Dies bringt leider immer mehr Gefahren und Risiken für die Beschäftigten mit sich.
Für den Securityreport wurden die Arbeits- und Wegeunfälle der letzten Jahre analysiert und Schwerpunkte herausgestellt. Neben den Unfällen mit Fahrzeugen, den Sturz- Rutsch- und Stolperunfällen war eine starke Zunahme an Konfrontationsunfällen zu beobachten. Diese Übergriffe auf die Beschäftigten wurden vermehrt in den Einsatzbereichen
* Warenhausdetektive und -detektivinnen, sowie Shopguards
* Kontrolltätigkeiten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
* sowie in Einrichtungen für Geflüchtete
beobachtet.
Der Securityreport zeigt auch Möglichkeiten für die Betriebe auf, durch eine zielgerichtete Prävention diese Unfälle zu verhindern. Hierzu bietet die VBG neben Prämien für ausgewiesene Maßnahmen im Prämienkatalog, auch Seminare für Beschäftigte und Informationen für Betriebe an.
Der Securityreport ist für alle Mitgliedsunternehmen der VBG kostenfrei erhältlich. Entweder als Download über den Link auf dieser Seite oder als Printversion über ihre Bezirksverwaltung.

Download des Reports unter: http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_und_Arbeitshilfen/1_Branchen/14_Sicherungsdienstleistungen/1_Aktuelles/aktuelles_node.html

Quelle: Verwaltungsberufsgenossenschaft Hamburg

Sicherheitswirtschaft und Zeitgeschichte: Große Fragen an eine kaum beachtete Branche?

Forscher der Ruhr-Universität Bochum wagt sich an eine verdrängte Historie.

Die um 1900 in ihrer modernen Form entstehende Dienstleistungsbranche taucht weder in größeren historiographischen Überblicks- und Standardwerken auf, noch liegen bislang empirische Spezialstudien hierzu vor. Und dies ist durchaus bemerkenswert und verwundert zugleich, da die Zeitgeschichtsforschung ihrem professionellen Selbstverständnis nach ihre Fragestellungen aus den Problemlagen der Gegenwart gewinnt. Die öffentliche Präsenz wie gesellschaftliche Relevanz der Sicherheitswirtschaft ist gerade in den letzten Jahrzehnten erheblich gewachsen – und auf diese Weise auch im Alltag sicht- und erfahrbar.

Doch warum zeigen sich gerade  deutsche Historiker so auffallend desinteressiert an einer rasch expandierenden Branche, die unseren heutigen Alltag in ganz erheblicher Weise mit beeinflusst? MARCUS BÖICK will dies nun ändern. Er ist Akademischer Rat am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. In diesem Frühjahr beginnt er mit der breit angelegten Studie.  Böick hatte 2016 mit einer vielbeachteten Arbeit zur Geschichte der Treuhandanstalt und ihres Personals promoviert, die im Sommer 2018 („Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung 1990-1994“) erschien.

Die Geschichte von Sicherheitsgewerbe und Sicherheitswirtschaft in Deutschland fristet damit aus historiographischer Sicht ein Nischendasein. Dies korrespondiert auch mit dem diffusen Selbstbild einer häufig beargwöhnten Branche, deren zahlreiche Unternehmen bevorzugt im Hintergrund agierten und das Licht der Öffentlichkeit zu meiden versuchten. Dennoch verwundert das zeit-historische Desinteresse umso mehr, je tiefer man in die wechselvolle Branchen-geschichte eintaucht, die auf das Engste mit den verschiedenen Umbrüchen und Dynamiken des 20. Jahrhunderts verknüpft ist.
Die private Bewachung als besonders sensibel erachteter Objekte wie Betriebs-stätten, Kasernen, Verkehrsinfrastrukturen, Großveranstaltungen oder auch Privatwohnungen wurde so zum beständigen Gegenstand umfassender Debatten. Diese vollzogen sich im Spannungsfeld staatlicher Sicherheitsgarantien, privatwirtschaftlicher Interessen sowie einer sich zunehmend ausdifferenzierenden Nachfrage nach Sicherheitsdiensleistungen - vor allem auch bei Unternehmen und Privatpersonen. An diesem Punkt will nun ein neues zeithistorisches Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum ansetzen. Auf einer möglichst breiten Grundlage zahlreicher Unternehmens-, Verbands- sowie staatlicher Archive, öffentlicher (Fach-)Publikationen sowie politischer bzw. medienöffentlicher Debattenbeiträge soll dieses dynamische Spannungsverhältnis zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft im „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) in Form einer übergreifenden Branchengeschichte nachgezeichnet werden.

Es geht dabei insbesondere um die sich stets wandelnden Vorstellungen, Konzeptionen und Praktiken einer „Privatisierung“ bzw. „Ökonomisierung“ oder „Rückverstaatlichung“ des staat-lichen Gewalt- und Sicherheitsmonopols im 20. Jahrhundert: Unter welchen Bedingungen konnte sich die Branche um die Jahrhundertwende etablieren? Wie transformierte sie sich im Ersten Weltkrieg? Welche Rolle kam ihr in den wechselvollen, oft krisenhaften Phasen der Weimarer Republik zu? In welchem Verhältnis stand sie zum NS-Regime und insbesondere zu dessen Gewalt- und Zwangsmaßnahmen der Kriegszeit? Wie gelang die Wiederbegründung der Branche nach 1945 im geteilten Deutschland? Welche Faktoren beschleunigten ihre beträchtliche Expansion seit den 1970er-Jahren? Welche Folgewirkungen ergaben sich schließlich in der jüngsten Vergangenheit nach dem Ende des Ost-West-Konflikts 1989/90 – gerade mit Blick auf gegenwärtige Heraus-forderungen wie Globalisierung, Digitalisierung, Terrorismus und Migration?

Der Presesprecher der ASW Norddeutschland stellt Markus Böick einen selbst verfassten Aufsatz mit dem Titel "Die Geschichte des Bewachungsgewerbes von 1933 bis 1945" zur Verfügung. In diesem Aufsatz wird die Gleichgeschaltung der Branche der Wach- und Schließgesellschaften im natonalsozialistischen Sinne beschrieben. Nachdem das Bewachungsgewerbe unter staatspolizeiliche Aufsicht gestellt wurde, wurde sie während des 2. Weltkrieges hauptsächlich zur Bewachung von Zwangsarbeits- und anderen Lagern mißbraucht.

Geschichte der Sicherheitsbranche: Das Zunftzeichen „Die gekreuzten Schlüssel“

Viele Wach-und Schließgesellschaften verwenden die „gekreuzten Schlüssel“ noch heute als Markensymbol. Sie reichen in der Geschichte jedoch weit ins Mittelalter zurück.

Gebäudeschild der niedersächsischen Wach- und Schließgesellschaft

Manche Dinge ändern sich auch in 110 Jahren nicht. Vertrauen war damals und ist auch heute noch der Schlüssel zu einer guten Kundenbeziehung. Aber auch die Union Internationale des Concierges d’Hotels führt noch heute dieses Zunftzeichen.
Am Beginn des 20. Jahrhunderts führten alle Sicherheitsunternehmen, sie nannten sich Wach- und Schließgesellschaften oder Wach- und Schließinstitute, mit den gekreuzten Schlüsseln ein Markenzeichen, auch bekannt als Zunftzeichen, in ihrem Firmenlogo.

Herkunft

Wo kommt es her? Was viele Zeitgenossen nicht wissen – seine Geschichte reicht weit in das Mittelalter zurück. Ihren Ursprung haben die gekreuzten Schlüssel im christlichen Katholizismus. Der Schlüssel im Wappenschild als heraldische gemeine Figur ist ein Zeichen der Aufgeschlossenheit. Er ist auch Symbol für Petrus. Die Heiligenverehrung hat ihn im 14. Jahrhundert dadurch in das Wappen gebracht.
Die sogenannten Schlüssel Petri, also die gekreuzten Schlüssel insbesondere im Papst- und Vatikanwappen, sind ein Symbol für die Macht des Papstes als Stellvertreter Jesu Christi auf Erden. Sie stehen für die höchste geistliche Verfügungsgewalt: Das "Binden" und das "Lösen". Die "Schlüsselgewalt" geht als Bild auf die Bibel zurück, unter anderem überreicht dort Jesus dem Petrus "die Schlüssel für das Himmelreich" (Mt 16,19).

Die Schlüssel haben aber nicht nur eine religiöse Bedeutung, sondern sind auch  ein altes Zunftzeichen. Diese gekreuzten Schlüssel finden wir somit nicht nur im päpstlichen Wappen, sondern auch in vielen städtischen Wappen und auf Fahnen aus dem Mittelalter und in Militärwappen wieder. Auch das Zunftzeichen der Schlosser weist die gekreuzten Schlüssel auf.
Die Zünfte sind längst vergangen, ihre Zeichen in Form von Symbolen existieren immer noch. Sie werden als Berufszeichen er- und anerkannt; finden sich häufig in abgewandelten Formen heute noch auf Firmenfahrzeugen, Inseraten und Briefköpfen. Die Zunftzeichen hatten nicht nur für eine Bedeutung für das Verständnis der jeweiligen Zunft nach innen, sondern dienten als Werbung oder als Zeichen für des Lesens nicht mächtige oder unterschiedlich mehrsprachige Bevölkerungsgruppen.
Wach- und Schließgesellschaften.

Und dieses Zunftzeichen haben seit dem Ende des 19. Jahrhundert Wach- und Schließgesellschaften in ihr Firmenlogo aufgenommen. Im Zuge der Industrialisierung und aufgrund des 1893 in Kraft getretenen Gesetzes zur „Wahrnehmung des nächtlichen Sicherheitsdienstes“ verschwand in Deutschland der Beruf des Nachtwächters. Von nun  an wurden ausschließlich die „Schutzmannschaften der Polizei“ mit dem nächtlichen Sicherheitsdienst beauftragt.

Bald wurden in Deutschland auch die Erfahrungen privater US-amerikanischer Wach-und Sicherheitsdienste, besonders die der Pinkerton‘s National Detective Agency, zur Kenntnis genommen. Die Idee, die Sicherheitsaufgaben privat zu organisieren, fasste in Europa Fuß.

Am 15. Juli 1901 wurde in Hannover das erste Wach-und Schließinstitut gegründet. Mit der Zunahme an Kunden waren bald die privaten Wächter der Wach-und Schließgesellschaften ein vertrautes Bild bei den Bürgern vieler deutscher Städte. Mit der Gründung des Kölner Verbandes (der „Zentralstelle der vereinigten Wach- und Schließgesellschaften“) am 24. Oktober 1904 hatte das neu geschaffene Bewachungsgewerbe einen Fürsprecher für seine Interessen. Dieser Verbund diente dem Ziel der größeren Einflussnahme auf Politik und Wirtschaft, aber auch auf das öffentliche Leben sowie besonders auf die Gewerkschaften. Der Kölner Verband war in allen deutschen Großstädten präsent.

Hotel-Concierges

Das mittelalterliche Amt des concierge du palais (etwa: Palastverwalter, Burgvogt) ist in Frankreich seit dem Jahr 988 nachgewiesen und war seit 1461 ein eigenständiger Beruf. Es entsprach in etwa dem Amt des früheren Hausmeiers, wobei die Justizgewalt des „concierge“, der als Vertreter des Königs die mittlere und hohe Gerichtsbarkeit auszuüben berechtigt war und in seinem Namen vor dem Gericht auftrat, sich auf die Königsburg und ihre nähere Umgebung beschränkte. Er hatte ferner die absolute Schlüsselgewalt und beaufsichtigte den Torhüter.

Heutzutage findet man die gekreuzten Schlüssel also nicht nur in Firmenlogos, sondern auch bei Mitarbeitern in großen Hotels. Der internationale Berufsverband der Hotel-Concierges ist die Union Internationale des Concierges d’Hotels mit dem Erkennungszeichen Les Clefs d’Or, eine Art Insigne in Form von zwei vergoldeten, übereinander gekreuzten Schlüsseln, die der Concierge am Revers trägt. „Die goldenen Schlüssel stehen nicht nur für die Mitgliedschaft in dieser erlesenen Organisation, sondern vielmehr für den herausragenden, kompetenten und diskreten Service der Concierges am Gast.“ sagt General Manager Henning Reichel von der Kempinski-Hotelkette.

Die gekreuzten Schlüssel sind auch als gewerbliches Bezeichnungsmittel im  Markengesetz geschützt. Sie geben ein Versprechen ab – das Eigentum der Kunden wird durch den Sicherheitsunternehmer geschützt und ist Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.
Doch wie lange noch? Neue Unternehmen in der Sicherheitsbranche verwenden heutzutage den Begriff  Wach- und Schließgesellschaft nicht mehr. Hauptsächlich inhabergeführte Familienunternehmen sowie auch die VSU in Hannover bleiben dieser Tradition treu verbunden.



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Sicherheitsgefühl in Deutschland

Erste Ergebnisse des Deutschen Viktimisierungssurvey 2017 vom Bundeskriminalamt(BKA) veröffentlicht.

Bild: BKA Viktimierungsstudie des Bundeskriminalamt

Wie sicher fühlen sich die Menschen in Deutschland? Welche Erfahrungen als Opfer einer Straftat haben sie gemacht? Unterscheidet sich das Gefühl der Sicherheit von der Wahrnehmung tatsächlicher Kriminalitätsrisiken? Antworten auf diese und andere Fragen zur Wahrnehmung von Kriminalität liefert der Bericht zum „Deutschen Viktimisierungssurvey 2017“ (DVS), aus dem heute in der Bundespressekonferenz in Berlin zusammen mit der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erste Ergebnisse vorgestellt wurden.

Opferbefragungen geben Aufschluss über Trends der Kriminalitätsentwicklung und das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind eine Ergänzung zur PKS und ein wichtiges Mittel, um die Ausmaße und Folgen von Kriminalität abzuschätzen.
Deutschland ist im Hinblick auf die tatsächliche Kriminalitätsbelastung und die gefühlte Sicherheit der Menschen ein sicheres Land – das ist einer der zentralen Befunde der Umfrage. Das Unsicherheitsgefühl hat zwar im Vergleich zu 2012 leicht zugenommen, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Dr. Dina Hummelsheim-Doss, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg (MPI): „Neben dem Kriminalitätsaufkommen ist das Sicherheitsgefühl der Menschen ein wichtiger Indikator für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Auch die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik wird hinsichtlich der Kriminalitätsentwicklung durch die Umfrage bestätigt – die Anzeigenbereitschaft hat sich gegenüber 2012 nicht verändert, was den Schluss zulässt, dass auch das Dunkelfeld konstant geblieben ist.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Menschen in Deutschland den Institutionen der Strafverfolgung, der Polizei im Allgemeinen, dem BKA, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten unter den verschiedenen Institutionen das höchste Vertrauen entgegenbringen.

BKA-Präsident Holger Münch: „Dieses Vertrauen gilt es zu erhalten: Durch eine professionelle, effektive, verhältnismäßige und immer rechtmäßige Polizeiarbeit, durch Ansprechbarkeit und Transparenz sowie durch den Nachweis der Handlungsfähigkeit sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt.“
Auch für die Zukunft ist es wichtig, auf aussagekräftige Opferbefragungen zugreifen zu können, sie vergleichbar zu halten und durch stetige Weiterentwicklung den gesellschaftlichen Bedürfnissen ihrer Zeit anzupassen. Ein regelmäßiger bundesweiter Viktimisierungssurvey „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ ist daher in Vorbereitung.

Nähere Informationen erhalten Sie unter dem Link: https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Forschung/ForschungsprojekteUndErgebnisse/Dunkelfeldforschung/

Den Ergebnisbericht des BKA finden Sie hier

Zweite Dunkelfeldbefragung der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern

Innenminister Lorenz Caffier: Wohnumfeld beeinflusst Sicherheitsgefühl nicht unerheblich.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist eine der bedeutendsten Quellen für die Bewertung der Sicherheitslage in Mecklenburg-Vorpommern. Nach der aktuellen Kriminalstatistik konnte für Mecklenburg-Vorpommern ein erneuter Rückgang der Gesamtzahl der im vergangenen Jahr erfassten Straftaten festgestellt werden. Die Kriminalstatistik bildet allerdings nur das sogenannte Hellfeld, also die Gesamtheit aller bei der Polizei registrierten und bearbeiteten Straftaten ab.
Delikte, von denen die Polizei aus diversen Gründen keine Kenntnis erlangt, sind in der PKS demnach nicht dargestellt. Für eine ganzheitliche Betrachtung der Sicherheitslage ist allerdings eine Betrachtung sowohl des Hell- als auch des Dunkelfeldes angezeigt.
Zur Erhellung des Dunkelfeldes wurde im Jahr 2018 bereits zum zweiten Mal nach 2015 durch die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege M-V im Zusammenwirken mit dem Landeskriminalamt M-V und der Universität Greifswald eine Dunkelfeldbefragung zur Sicherheit und Kriminalität in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
Dazu wurden 10.424 Bürgerinnen und Bürger Mecklenburg-Vorpommerns ab 16 Jahren ausgewählt und zu ihrem Sicherheitsgefühl, ihrer Kriminalitätsfurcht, den eigenen Opfererfahrungen, dem Anzeigeverhalten und ihren Erfahrungen mit der Polizei für das Jahr 2017 befragt.
Im Ergebnis der jüngsten Dunkelfeldbefragung in Mecklenburg-Vorpommern lassen sich folgende Kernaussagen treffen:

1. Der im Hellfeld festgestellte Rückgang der Gesamtzahl der Straftaten wird durch die Erhebung im relativen Dunkelfeld bestätigt.
2. Im Vergleich zur Dunkelfeldbefragung 2014 ist das Sicherheitsgefühl weiter gestiegen. Das Wohnumfeld und die kommunale Infrastruktur haben direkten Einfluss auf die Kriminalitätsfurcht und das Sicherheitsgefühl
3. Die Anzeigebereitschaft insgesamt ist gestiegen, im Bereich der Häuslichen Gewalt und bei Sexualdelikten aber auf einen weiterhin sehr niedrigen Niveau.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die vorliegenden Daten der Befragung lassen den Schluss zu, dass es sich bei der Verringerung der Delikte im Hellfeld nicht um eine Verdrängung ins Dunkelfeld handelt. Mecklenburg-Vorpommern wird also tatsächlich sicherer.“
Anzeigebereitschaft
Die Befunde der Untersuchung zeigen, dass insgesamt 28% der Straftaten angezeigt wurden. Die Bereitschaft zur Erstattung einer Strafanzeige ist in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren gestiegen. (Befragung 2014: 7 %)
Wahrnehmung der Polizei
Die Polizei allgemein und ihr Handeln in einer konkreten Situation ist von den Befragten überwiegend positiv bewertet worden. Den höchsten Anteil an Zustimmung erhielten dabei die Aussagen zu Vertrauenswürdigkeit und respektvollem Verhalten. Es zeigt sich im Vergleich zum Jahr 2014, dass die Landespolizei im Jahr 2017 vertrauenswürdiger wahrgenommen wird.

Die Ergebnisse der Dunkelfeldbefragung finden Sie unter dem Link: https://www.regierung-mv.de/serviceassistent/_php/download.php?datei_id=1611879

 

Positionspapiers zum Phänomenbereich der Clankriminalität

Positionspapier Clankriminalität des BDK
Bild: BDK

Clan-Kriminalität in deutschen Großstädten, so auch in Berlin, ist derzeit ein Thema in den Medien.

Unter Fachleuten ist die Entwicklung dieser Form von Banden- und organisierter Kriminalität schon lange ein großes Problem. Der Bund deutscher Kriminalbeamter hat nun unter Federführung von Kriminaldirektor Carsten Wendt und des Landesvorsitzenden des BdK Berlin,  Daniel Kretzschmar, die Ausarbeitung eines Positionspapier abgeschlossen.

Unter Mitwirkung der maßgeblich betroffenen Landesverbände NRW und Niedersachsen und von weiteren BDK-Mitgliedern, der Staatsanwaltschaft Berlin, dem Bezirksamt Berlin-Neukölln (Falko Liecke) und dem wissenschaftlichen Beirat des BDK unter Leitung des BKA-Präsidenten a.D. und Bundesvorsitzenden des Weißen Rings Jörg Ziercke, entstand diese Arbeit der Spezialisten mit dem vorliegenden Positionspapier.

Es umreißt die grundsätzliche Problematik der Clankriminalität, beleuchtet die aktuellen Brekämpfungs-ansätze und Projekte der Behörden und führt zu einem umfassenden Forderungskatalog des Kripo-Fachverbandes.

Das Papier finden Sie hier.


Entgrenzung: Wie die „Interventionistische Linke“ demokratische Initiativen instrumentalisieren will

Neuste Informationen des Landesamtes für Verfassungschutz Hamburg

Präsident des LfV Hamburg Torsten Voss
Bild: T-Online

Verfassungsfeindliche Gruppierungen der verschiedenen Phänomenbereiche, wie z.B. die gewaltorientierte Linksextremisten, versuchen im Rahmen ihrer Entgrenzungsstrategie, ihre extremistischen Positionen auch in demokratische Kreise zu transportieren oder vorhandene Protestbewegungen für sich zu vereinnahmen und zu steuern.
Beispiele im Bereich des Islamismus sind die jüngsten Versuche der gewaltorientierten Hizb-ut Tahrir: Zum einen mit ihrer „Kopftuchkampagne“ unter der Tarnbezeichnung „Realität Islam“, des Weiteren über die strategische Gründung des Sportvereins Adil e.V. Für den Phänomenbereich des Rechtsextremismus ist die so genannte „Merkel-muss-weg“-Kampagne“ (neuerdings unter dem Motto „Michel, wach endlich auf“) zu nennen, über die der Hamburger Verfassungsschutz seit Anfang 2018 frühzeitig und mehrfach berichtet hat. Dieser Entgrenzungsstrategie bedienen sich auch gezielt linksextremistische Gruppierungen wie die „Interventionistische Linke“ (IL).  So versuchte die IL, allerdings erfolglos, das Bündnis „Fridays For Future“ zu beeinflussen und unterstützt einen Kongress des AStA der Uni Hamburg.

Entgrenzung

Vor allem in den Phänomenbereichen Linksextremismus, Rechtsextremismus und Islamismus hat die Abgrenzung zwischen extremistischen und nichtextremistischen Bereichen an Trennschärfe verloren, insbesondere über die gezielte strategische und taktische Besetzung gesellschaftlich breit diskutierter oder akzeptierter Themen durch Extremisten; sie nutzen in diesem Kontext auch alle Möglichkeiten des Internets, speziell sozialer Netzwerke, um ihre Thesen und Ideen zu verbreiten und Kampagnen zu unterstützen. Diese Entwicklung wird im Verfassungsschutzverbund als „Entgrenzung“ bezeichnet.
Linksextremisten nutzen unterschiedliche Strategien, um gesellschaftlich als relevante Kraft wahrgenommen zu werden und mit ihrer Ideologie in demokratische Bereiche einzudringen. Verfassungsfeindliche Positionen sollen in den gesamtgesellschaftlichen Diskurs eingebracht werden, um politische Entscheidungen und den demokratischen Diskussionsprozess zu beeinflussen. Weitere Ziele sind, in bürgerlich-demokratischen Kreisen akzeptiert zu werden sowie weitere Anhänger zu gewinnen. Eine der aktivsten linksextremistischen Organisationen dieser Art ist in Hamburg die hiesige Ortgruppe der IL mit ihrem öffentlichen Gesicht Emily Laquer.
Beispielhaft für die Entgrenzung extremistischer Inhalte ist die Einflussnahme der IL auf die Hamburger Ortsgruppe des Klimaschutz-Bündnisses „Ende Gelände“ (EG HH). EG HH wurde im Jahr 2018 unter maßgeblicher Mitwirkung der IL gegründet und aufgebaut.

Die vollständigen Informationen finden Sie unter: https://www.hamburg.de/innenbehoerde/schlagzeilen/12443486/wie-die-interventionistische-linke-demokratische-initiativen-instrumentalisieren-will/

 

Studien, Umfragen und Statistiken zur Sicherheit

Interessante Studien, Umfragen und Statistiken zu Unternehmenssicherheit und Wirtschaftskriminalität stellt die ASWN ebenfalls regelmäßig online zur Verfügung. Informationen der Sicherheitsbehörden stehen exklusiv nur ASWN-Mitgliedern zur Verfügung.

Leitlinien- und Anforderungskatalog

Leitlinien- und Anforderungskatalog für Praxissemester der akademischen Ausbildung Sicherheit in Unternehmen der Wirtschaft. Autor: KLaus Kapinos (Dozent der ASW Nord)

Dieser Katalog enthält alle für die systematische Reflexion der Theorie-Praxis-Bezüge der akademischen Ausbildung verbindlich gestellten Anforderungen. Er kann Grundlage für Stellenbeschreibungen, Ausschreibungstexte und Vertragsgestaltung und damit wichtige Vorgabe für die Definition sowie Besetzung von Praktika Stellen sein.

Downloadlink: Leitlinien- und Anforderungskatalog.pdf [504 KB]

WIK / ASW Sicherheits-Enquete

Wirtschaft: Angriffe auf IT größter Risikofaktor

Gefährdungen bleiben auf hohem Niveau – Budgets für Sicherheit steigen weiterhin an

Die höchste aktuelle und künftige Gefährdung für die Wirtschaft stellen für eine Mehrheit der Sicherheitsexperten Angriffe auf die IT und Telekommunikation dar. Regelmäßig befragt werden mahr als 250 Führungskräfte aus Unternehmenssicherheit und Sicherheitsdienstleistung. Aber auch die Gefährdungen durch Spionage, allgemeine Kriminalität und Terrorismus bleiben auf anhaltend hohem Niveau und werden nach Meinung der Sicherheitsfachleute in den nächsten Jahren wachsen.

Die Ergebnisse der Studie können Sie hier beziehen:

Externer_Link:_WIK_Zeitschrift_für_die_Sicherheit_der_Wirtschaft 

KPMG: Wenn das Unternehmen zum Tatort wird – Wirtschaftskriminalität in Deutschland

In der neuen Studie der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus 2018 mit dem Titel "Licht ins Dunkel bringen" geben mehr als 700 Unternehmen Auskunft zu Wirtschaftskriminalität.

Bild: KPMG

Manchmal ist es nur eine unscheinbare E-Mail, die erheblichen Schaden anrichten kann. Ein anderes Mal geht es um Betrug oder Korruption. In Deutschland ist etwa jedes dritte Unternehmen von Wirtschaftskriminalität betroffen. Früher oder später kann es jedes Unternehmen treffen. An der branchenübergreifenden Umfrage haben mehr als 700 Unternehmen teilgenommen.

Unternehmen handeln vermehrt präventiv

Doch die Umfrage zeigt auch positive Trends auf. Unternehmen sind sich der Gefahr immer stärker bewusst, holen sich Hilfe von außen, um so gar nicht erst zum Opfer zu werden. Trotz des gestei-gerten Problembewusstseins: Die Bereitschaft, Geld in externe Hilfe zu investieren ist gering.

Die Befragung lässt ebenfalls erkennen, dass das Misstrauen gegenüber Unternehmen, von denen Wirtschaftskriminalität ausging, nochmals größer geworden ist. Die Verwicklung in Wirtschaftskri-minalität kann Geschäftsbeziehungen beenden oder verhindern, dass neue zustande kommen – und diese meistens nur unter strengen Auflagen. Es zeigt sich: Wer als Geschäftspartner attraktiv sein will, muss in Prävention investieren oder mit den entsprechenden Konsequenzen rechnen.

Die Studie können Sie downloaden unter https://hub.kpmg.de/wirtschaftskriminalitaet-2018

 

Warum Berufe nicht gewählt werden

Eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) betont Bedeutung der sozialen Anerkennung.

Bild: BIBB Grafik warum Berufe nicht gewählt werden

Selbst wenn ein Beruf ihren Tätigkeitsinteressen entspricht, neigen viele Jugendliche dazu, ihn bei ihrer Berufswahl fallenzulassen, wenn er ihnen nicht genügend soziale Anerkennung zu vermitteln scheint. Darüber hinaus können ungünstige Rahmenbedingungen während der Ausbildung oder ungünstige Arbeitsbedingungen weitere Gründe dafür sein, einen als interessant wahrgenommenen Beruf gleichwohl auszuschließen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die im Forschungsprojekt "Bildungsorientierungen" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) entstand. Die Ergebnisse beruhen auf einer schriftlichen Befragung von Schülerinnen und Schülern neunter und zehnter Klassen allgemeinbildender Schulen in Nordrhein-Westfalen.
 
Anlass für die Studie war das Problem vieler junger Menschen, am Ende des Jahres ohne Ausbildungsplatz dazustehen, obwohl die Zahl der unbesetzt bleibenden Ausbildungsplätze von Jahr zu Jahr steigt. Angebote der Berufsorientierung, die auf eine Ausweitung des Berufswahlspektrums zielen, waren bisher nur bedingt erfolgreich. Viele Jugendliche klammern Berufe mit Besetzungsproblemen einfach aus, zum Beispiel in der Gastronomie und in Teilen des Handwerks oder in der Pflege.
 
Daher fragt die BIBB-Studie weniger danach, was Jugendliche motiviert, einen bestimmten Beruf zu ergreifen (sogenannte "Attraktionsfaktoren"). Vielmehr interessiert, warum Berufe nicht gewählt werden. Dabei deutet sich an, dass die Nichtwahl von Berufen offenbar anderen Logiken als die Wahl eines Berufes folgt. Als besonders relevanter Faktor, der den Ausschluss eines Berufs aus dem Feld möglicher Berufsoptionen bewirkt ("Aversionsfaktor"), erweist sich die Erwartung einer mangelnden sozialen Passung: Wenn Jugendliche meinen, in ihrem sozialen Umfeld, insbesondere bei ihren Eltern und im Freundeskreis, mit einem bestimmten Beruf nicht gut anzukommen, beziehen sie diesen Beruf nicht mehr in ihre Berufswahl ein - und zwar auch dann, wenn die Tätigkeiten des Berufes mit ihren eigenen beruflichen Interessen übereinstimmen.
 
Daher gilt es, so eine zentrale Schlussfolgerung der BIBB-Studie, in Angeboten der Berufsorientierung Ansehen und soziale Wertschätzung von Berufen mit jungen Berufswählern konsequent zu reflektieren und dabei gerade solche Faktoren in den Blick zu nehmen, die zu einem Ausschluss von Berufen führen können - und nicht nur solche, die Berufe attraktiv machen.
 
Ein Download der Studie erhalten unter dem Link: https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/9795

 

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